Meine Route von Australien nach Deutschland

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Oft wurde ich schon gefragt, wo lang ich denn eigentlich fahren werde. Ganz so einfach war die Planung zwecks Visa, Einfahrterlaubnis und diversen anderen behördlichen Regulierungen nicht. Daher hat es etwas länger gedauert, aber nun will ich euch endlich meine finale Route von Australien nach Deutschland zeigen.

Ursprüngliche Idee

Eigentlich wollte ich das Auto nach Singapur verschiffen und von dort durch Malaysia, evtl. Vietnam, Thailand, Myanmar, Indien, Pakistan, Iran und die Türkei nach Europa fahren. Südostasien finde ich toll! Jedes der Länder auf dieser Südroute bietet einen besonderen Reiz. Allerdings hat mein Visaagent mir von dieser Route aus zwei Gründen abgeraten: Zum einen lagen ihm aktuell zwei Fälle vor, in denen trotz gültiger Visa eine Einreise mit dem Auto nach Myanmar nicht erfolgen konnte. Zum anderen ist die Durchquerung großer Teile Pakistans nur mit einer Polizeieskorte von Ort zu Ort möglich. Und wer will schon gerne mit einem Blaulichtfahrzeug vorneweg und einem hinter dem eigenen Wagen ein fremdes Land erkunden. Daher musste umgeplant werden.

Aus der südlichen Route wird die nördliche Route

Ich habe die Route noch einmal komplett überarbeitet und werde nun leider durch keines der ursprünglich geplanten Länder in Asien fahren. Aber das lässt Platz für neue Länder. Daher wird das Auto nun per Schiff nach Wladiwostok gebracht. Von dort aus fahre ich dann durch Russland, die Mongolei, den Kaukasus, Kasachstan, Kirghistan, eventuell Usbekistan. Dann geht es mit der Fähre über das kaspische Meer nach Aserbaidschan, Armenien und Georgien in die Türkei. Falls noch Zeit ist würde ich gerne noch einen Abstecher nach Griechenland machen. Auf der Akropolis zu stehen, davon habe ich schon als Jugendlicher geträumt. Durch Südosteuropa geht es dann Richtung Frankfurt. Ich bin schon sehr gespannt auf die ganzen Orte auf dieser Route.

Autoverschiffung

Kurz nach meiner Ankunft in Australien kam eine böse Überraschung per Mail: Die Spedition schrieb, dass das gebuchte Schiff für den Containertransport meines Wagens eine Woche später als geplant fährt. Das passte nun gar nicht zu dem schon in Deutschland erteilten Visum für Russland, das für genau 30 Tage ab 5.6. gültig ist. Das war der ursprünglichen Ankunftstag des Schiffes. Die Spedition schlug vor, das Auto früher als geplant zu verschiffen. Dann ist es auf jeden Fall rechtzeitig in Wladiwostok. Danke dafür Daniel und dem ganzen Team von CollesYoung. Nachteil dabei: Ich hatte hier nicht mehr so viel Zeit für längere Touren.

 

Der Landcruiser verschwindet – Containerverladung

Bei der Verladung wurde der Wagen ausgemessen, vor einen Container gefahren und dann hineingeschoben. Vorne, hinten und seitlich der Räder mit auf dem Containerboden verschraubten Holzbohlen gesichert und mit 4 Seilen verzurrt. Abschließend wurde noch die Batterien abgeklemmt. Nach zweieinhalb Stunden konnte ich das Siegel des verschlossenen Containers überprüfen. Danke Bill und SQS Haulage für diesen perfekten Job! Übrigens sind grade mal 20 cm Platz auf jeder Seite zwischen Auto und Containerwand…

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Meine Reiseplanung während des Autotransports

skyline brisbane

Brisbanes Skyline

Was werde ich in der Zeit tun, in der das Schiff auf dem Ozean unterwegs ist? Ich werde nicht mit dem Landcruiser aufs Schiff gehen. Das ist bei Containerschiffen auch meist nicht möglich. Mein Plan ist, noch ein paar Tage hier in Brisbane zu bleiben. Dann will ich mir Tonga und Fiji anschauen, ist ja von hier nicht mehr ganz so weit. Vielleicht noch die Philippinen… Es wird also auch in der Zwischenzeit noch genug zu berichten und zu fotografieren geben. 🙂 Wo genau ich mich aufhalte, könnt ihr natürlich wie immer live hier auf „Wo ist Rüdi?“ verfolgen. Anfang Juni werde ich dann den Landcruiser in Russland in Empfang nehmen und mit der Fahrt beginnen.

 

Auf dieser Reise werde ich viele Orte besuchen. War von euch schonmal jemand in diesen Ländern? Ich freue mich über jeden Tipp von euch in den Kommentaren oder als Privatnachricht 🙂

 

Cheers, Rüdiger

 

5 Kommentare zu “Meine Route von Australien nach Deutschland

  1. Hallo Rüdiger,
    die neue Route ist bestimmt genauso abenteuerlich. Jetzt weiß man auch msl, was so alles in einem Container auf den großen Schiffen ist.
    Viel Erfolg weiterhin und erstmal ein paar schöne „Urlaubstage“ in der Südsee.
    Viele Grüße von Achim aus Bergen-Enkheim

  2. Hallo Rüdiger,
    wir erwarten Dich dann samt Bericht zum Klassentreffen am 11.05.2019 in Bremen, voraussichtlich in Worpswede ….
    Hals- und Beinbruch und immer mindestens 1 bar auf den Pneus, ich beneide Dich,
    Grüße aus Bremen, Joachim

  3. Hallo Rüdiger,

    jetzt bis Du schon 140 Tage unterwegs.
    Ich denke „das Härteste“ hast Du sicher schon hinter Dir, wie Steppe, Grenzen und die Fähre.

    Wenn man den Tracker und die Bilder in Instragram verfolgt, wie ich es mache, ist es bewundernswert wie Du das schaffst.

    Dein „Weggefährte“ der Toyota scheint auch gut zu laufen.
    Ausser vielleicht der ein oder anderen Werkstatt-Aufenthalt (Mongolei ?) ist er sicher auch noch gut fit.
    Gabs nicht mal einen Reifenwechsel oder „Beulen“ bei den unwegsamen Strecken?

    Nun gut, jetzt rückt Europa immer näher.
    Dazu weiterhin gute Fahrt und hier und dort auch ein paar geruhsame Erholungstage.
    Bis Dezember ist ja noch viel Zeit dafür.

    Bin gespannt auf weiter Berichte und „verfolge“ Dich bis nach Frankfurt!

    Viele Grüße aus Bergen-Enkheim,

    Achim

  4. Hallo Ruediger,
    hier sind Anja & Wolfgang,
    die zwei mit dem Australischen LC, drunten im Canyon von ??? wo auch immer,
    sind seit Mitte Okt. in D – und Du???

    Happy Trails A&W

    • Derzeit bin ich noch in Rumaenien, morgen geht’s nach Ungarn weiter. Am 30.11. will ich zu Hause sein. Das war uebrigens der Charyn Canyon … Alles glatt gelaufen bei euch? LG Ruediger

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