Meine Route von Australien nach Deutschland

weltkarte deutschland australien

Oft wurde ich schon gefragt, wo ich denn eigentlich lang fahren werde. Ganz so einfach war die Planung zwecks Visa, Einreiseerlaubnis mit einem eigenen Auto und diversen anderen behördlichen Regulierungen nicht. Daher hat es etwas länger gedauert. Aber nun will ich euch endlich meine finale Route von Australien nach Deutschland zeigen.

Ursprüngliche Idee

Mein ursprünglicher Plan im Januar 2018 war, das Auto nach Singapur zu verschiffen. Kollegen meinten noch, ich sollte den Wagen doch nur nach Indonesien verschiffen und von dort mit Fähren über die einzelnen Inseln fahren. Aber das war mir dann doch zu unsicher und abenteuerlich. Ich kenne Indonesien und wusste, dass es nicht überall verlässliche Autofährverbindungen gibt. Also Singapur. Von dort wollte ich durch Malaysia nach Thailand fahren. Eventuell noch mit einem Abstecher nach Kambodscha, Laos und Vietnam. Von Thailand sollte es nördlich über Myanmar/Burma, Indien, Pakistan und den Iran in die Türkei gehen. Na ja, und von Istanbul nach Europa ist es ja dann auch nicht mehr weit. Südostasien habe ich schon immer toll gefunden! Und jedes Land auf dieser Südroute bietet einen besonderen Reiz.

geplante route von singapur dürch südostasien

Meine zunächst geplante Route von Singapur durch Südostasien

Dieser Plan war dann im Februar 2018 Geschichte. Im ersten Gespräch mit einem Visumsbüro hat man mir mir von dieser Route aus zwei Gründen abgeraten. Zum einen gab es zu der Zeit aktuell zwei Fälle, in denen eine Einreise mit dem Auto nach Myanmar/Burma trotz gültiger Visa nicht gestattet wurde. Die Reisenden waren gezwungen, mit ihren Wagen nach Singapur zurück zu fahren und ihn dort verschiffen zu lassen. Zum anderen ist die Durchquerung großer Teile Pakistans nur mit einer Polizeieskorte von Ort zu Ort möglich. Und wer will schon gerne mit einem Blaulichtfahrzeug vorneweg und einem hinter dem eigenen Wagen ein fremdes Land erkunden. Daher musste umgeplant werden.

Aus der südlichen Route wird die nördliche Route

Ich habe die Route von Australien nach Deutschland noch einmal komplett überarbeitet und werde nun leider durch keines der ursprünglich geplanten Länder in Asien fahren. Aber das lässt Platz für neue Länder. Daher wird das Auto nun per Schiff nach Wladiwostok gebracht. Von dort aus fahre ich dann durch Sibirien (Russland), die Mongolei, Kasachstan, Kirgistan und eventuell Usbekistan. Dann geht es mit der Fähre über das Kaspische Meer nach Aserbaidschan, Armenien und Georgien, also den Kaukasus. Von dort dann weiter über die Türkei nach Europa. Falls noch Zeit ist, würde ich gerne noch einen Abstecher nach Griechenland machen. Mal auf der Akropolis zu stehen, davon habe ich schon als Jugendlicher geträumt. Durch Südosteuropa geht es dann Richtung Frankfurt. Ich bin schon sehr gespannt auf die ganzen Orte auf dieser Route.

meine route durch nordasien

Meine zweite Planung durch Nordasien

Autoverschiffung

Kurz nach meiner Ankunft in Australien kam eine böse Überraschung per Mail. Die Spedition schrieb, dass das gebuchte Schiff für den Containertransport meines Wagens eine Woche später als geplant fährt. Das passte nun gar nicht zu dem schon in Deutschland erteilten Visum für Russland, das für genau 30 Tage ab 5.6. gültig ist. Das war der ursprünglichen Ankunftstag des Schiffes. Die Spedition schlug vor, das Auto früher als geplant zu verschiffen. Dann ist es auf jeden Fall rechtzeitig in Wladiwostok. Danke dafür Daniel und dem ganzen Team von CollesYoung. Nachteil dabei: Ich hatte hier in Australien keine Zeit mehr für längere Touren.

Der Landcruiser verschwindet – Containerverladung

Bei der Verladung wurde der Wagen ausgemessen, vor einen Container gefahren und dann hineingeschoben. Vorne, hinten und seitlich der Räder mit auf dem Containerboden verschraubten Holzbohlen gesichert und mit 4 Seilen verzurrt. Abschließend wurde noch die Batterien abgeklemmt. Nach zweieinhalb Stunden konnte ich das Siegel des verschlossenen Containers überprüfen. Danke Bill und SQS Haulage für diesen perfekten Job! Übrigens sind grade mal so etwa 20 cm Platz auf jeder Seite zwischen Auto und Containerwand…

 

Meine Reiseplanung während des Autotransports

brisbane skyline

Die Skyline von Brisbane

Was werde ich in der Zeit tun, in der das Schiff von Brisbane über den Pazifik nach Wladiwostok unterwegs ist? Denn ich kann nicht mit dem Landcruiser zusammen auf dem Schiff fahren. Das ist bei Containerschiffen meistens nicht möglich. Mein Plan ist daher, noch ein paar Tage hier in Brisbane zu bleiben. Dann will ich mir Tonga und Fiji anschauen, ist ja von hier nicht mehr ganz so weit. Vielleicht noch die Philippinen… Es wird also auch in der Zwischenzeit noch genug zu berichten und zu fotografieren geben 🙂 Wo genau ich mich aufhalte, könnt ihr natürlich wie immer live hier auf meineRouten verfolgen. Anfang Juni werde ich dann den Landcruiser in Russland in Empfang nehmen und zu der großen Fahrt starten.

Auf dieser Reise werde ich viele Länder besuchen und viele Orte sehen. War von euch schon mal jemand in diesen Ländern? Ich freue mich über jeden Tipp von euch in den Kommentaren oder über die Kontaktseite. Bis demnächst…

Cheers, Rüdiger 😎

7 Kommentare zu “Meine Route von Australien nach Deutschland

  1. Hallo Rüdiger,
    die neue Route ist bestimmt genauso abenteuerlich. Jetzt weiß man auch msl, was so alles in einem Container auf den großen Schiffen ist.
    Viel Erfolg weiterhin und erstmal ein paar schöne „Urlaubstage“ in der Südsee.
    Viele Grüße von Achim aus Bergen-Enkheim

  2. Hallo Rüdiger,
    wir erwarten Dich dann samt Bericht zum Klassentreffen am 11.05.2019 in Bremen, voraussichtlich in Worpswede ….
    Hals- und Beinbruch und immer mindestens 1 bar auf den Pneus, ich beneide Dich,
    Grüße aus Bremen, Joachim

  3. Hallo Rüdiger,

    jetzt bis Du schon 140 Tage unterwegs.
    Ich denke „das Härteste“ hast Du sicher schon hinter Dir, wie Steppe, Grenzen und die Fähre.

    Wenn man den Tracker und die Bilder in Instragram verfolgt, wie ich es mache, ist es bewundernswert wie Du das schaffst.

    Dein „Weggefährte“ der Toyota scheint auch gut zu laufen.
    Ausser vielleicht der ein oder anderen Werkstatt-Aufenthalt (Mongolei ?) ist er sicher auch noch gut fit.
    Gabs nicht mal einen Reifenwechsel oder „Beulen“ bei den unwegsamen Strecken?

    Nun gut, jetzt rückt Europa immer näher.
    Dazu weiterhin gute Fahrt und hier und dort auch ein paar geruhsame Erholungstage.
    Bis Dezember ist ja noch viel Zeit dafür.

    Bin gespannt auf weiter Berichte und „verfolge“ Dich bis nach Frankfurt!

    Viele Grüße aus Bergen-Enkheim,

    Achim

  4. Hallo Ruediger,
    hier sind Anja & Wolfgang,
    die zwei mit dem Australischen LC, drunten im Canyon von ??? wo auch immer,
    sind seit Mitte Okt. in D – und Du???

    Happy Trails A&W

    • Derzeit bin ich noch in Rumaenien, morgen geht’s nach Ungarn weiter. Am 30.11. will ich zu Hause sein. Das war uebrigens der Charyn Canyon … Alles glatt gelaufen bei euch? LG Ruediger

  5. Hut ab,

    das ist ja mal ganz lässig 😉

  6. Pingback: Ruedi-Retyres | Privet Wladiwostok - Hallo Wladiwostok

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