Österreich. Nachbarstaat von Deutschland. Das letzte Land auf meinem Roadtrip von Australien nach Hause.

Flagge Österreich

Flagge Österreich

Von der slowakischen Grenze ging es erst mal 70km nach Wien. Von dort aus weiter westlich nach Salzburg und Innsbruck. Und schließlich zwischen Scharnitz (Österreich) und Mittenwald (Deutschland) zur deutschen Grenze.

Österreich. Eines der Lieblingsurlaubsländer der Deutschen. Die meisten von euch werden schon mal dort gewesen sein. Im Sommer zum Bergsteigen oder Wandern. Und im Winter zum Skilaufen. Oder zu einer Städtetour in Wien – das ganze Jahr über. Darum will ich hier auch nicht zu detailliert über Österreich berichten. Sondern mich auf das beschränken, was ich dort erlebt habe und toll fand.

Meine Route durch Österreich

650km durch Österreich. Von Wien nach Salzburg und von dort am Nordrand der Alpen weiter nach Innsbruck

Am Morgen hatte ich mir noch in Bratislava die Strecke zum Hotel in Wien auf Google Maps heruntergeladen. Damit ich den Weg durch die Stadt leicht finde.

Denn in Wien hatte ich ein Hotel mitten in der City. Eigentlich wäre ich lieber am Stadtrand geblieben. Doch dann hätte ich jedes Mal erst öffentliche Verkehrsmittel für den Weg in die Stadt nehmen müssen. Also hatte ich mich auf die Hotelangabe verlassen, dass es dort Parkplätze gibt. Die waren auch da. Allerdings leider nur in einer Tiefgarage mit einer Höhe von 2.30m. Zu niedrig für den Landcruiser.

Ich fragte also beim Check-in nach einer Parkmöglichkeit. Die freundlichen Damen gaben mir den Tip, auf einem Park- und Ride Parkplatz an der S-Bahn zu parken. Das klappte auch. Allerdings hatte es einen Nachteil. Der Parkplatz war fünf Kilometer vom Hotel entfernt. So ganz wohl war mir nicht dabei, den vollgepackten Landcruiser an einem Bahnhof allein zu lassen. Aber Wien ist eine sehr sichere Stadt sagte man mir. Und tatsächlich, vier Tage später habe ich ihn dann heil wieder abgeholt.

Wien – Hauptstadt von Österreich

Hausfassade in Wien, Österreich

Viele Hausfassaden in Wien sind einfach schön

Ein Mal bin ich schon früher hier gewesen. Vor 47 Jahren – im Frühjahr 1971. Auf einer Klassenfahrt. Damals wurde gerade die U-Bahn gebaut.

Na ja, die ist heute fertig und funktioniert perfekt! Und drei volle Tage hatte ich nun Zeit mir das anzuschauen, was mich interessierte. Denn damals mussten wir in Kleingruppen auch noch irgendwelche stadtbezogenen Projekte bearbeiten 😉

Stephansdom
Stephansdom Wien, Österreich

Der Stephansdom sieht auch…

Mitten in der Innenstadt steht das Wahrzeichen Wiens. Die „Dom- und Metropolitankirche zu St. Stephan und allen Heiligen“.

Kurz Stephansdom genannt, oder – noch kürzer – Steffl. Bereits im 12. Jahrhundert stand dort die erste Kirche.

Stephansdom Wien, Österreich

…abends schick aus

Der Turm in seiner jetzigen Form wurde erst nach 74 Jahren Bauzeit 1433 fertiggestellt. Auch seitdem hat man außen und innen am Stephansdom immer wieder Veränderungen vorgenommen. Ganz interessant: In Österreich-Ungarn durfte keine Kirche höher als der Turm des Stephansdoms sein.

Den Dom zu fotografieren ist gar nicht so einfach. Eben weil er mitten in der Stadt steht. Und andere Gebäude eng drum herum.

Am liebsten hätte ich für ein Foto meine Drohne gestartet. Aber das ist ja nun mal in der Innenstadt völlig unmöglich.

Hofburg
Hofburg Wien, Österreich

Der Trakt der „Neuen Burg“ wurde erst 1869 – 1919 angebaut. Man brauchte mehr Platz und a bisserl repräsentativ solls schon auch sein

18 Trakte, 19 Höfe und 2.600 Räume. Knapp 700 Jahre lang regierten von der Stadtresidenz Könige und Kaiser aus dem Hause Habsburg. Und eine Frau. Maria Theresia. Anfangs war es eine kleine Burg. Aber jeder Herrscher erweiterte sie mit neuen Trakten und Anbauten. Bis sie sich schließlich über eine Fläche von insgesamt 240.000 m² erstreckte. Und der größte (nicht religiöse) Gebäudekomplex in Europa ist.

Hofburg Wien, Österreich

Am Reichskanzleitrakt machte Kaiser Karl VI. schon außen klar, wer hier das Sagen hat

Allein in der Hofburg kann man sich bestimmt länger als einen Tag aufhalten. Und dort die Festsäle und Salons der Kaiser besichtigen. Und die Zeremoniensäle und Kaiserappartements.

Oder die Kunstsammlungen und Museen.

Aber auch die Silberkammer und die Nationalbibliothek von Österreich, das Sissi Museum und die Spanische Hofreitschule.

Hofburg Wien, Österreich

Der Michaelertrakt am gleichnamigen Platz

Gleichzeitig lassen sich auch die verschiedenen Baustile aus der Zeit der Gotik, der Renaissance, des Barocks und der Zeit des 19. und 20. Jahrhunderts erkunden.

Kein Wunder, dass die Habsburger unter chronischem Geldmangel litten.

Na ja, nicht anders als auch heute viele Staaten…

Hofburg Wien, Österreich

Und seine gewaltige Kuppel überm Eingangstor

Spanische Hofreitschule Wien, Österreich

Porzellanfiguren im Shop der Spanischen Hofreitschule

Für die Besichtigungen hatte ich aber nicht die Zeit. Und so bin ich nur mal durch die verschiedenen Trakte und Höfe durchgelaufen. Die sind mit Toren untereinander verbunden.

Burgtheater und Rathaus

Nach dem längeren Aufenthalt an der Hofburg ging es erst mal am Burgtheater vorbei. Das ist die wichtigste Schauspielbühne in Österreich und mit fast 1.200 Plätzen eines der größten Theater in Europa. 1888 wurde das heutige Gebäude eröffnet.

Burgtheater Wien, Österreich

Eins der wichtigsten Theater in der Welt: Das Wiener Burgtheater

Und es gehört noch heute zu den bekanntesten und wichtigsten Theatern für deutschsprachige Stücke.

Übrigens auch für die Schauspieler. Wer hier auftreten darf und dann zum Theaterensemble gehört, der hat es geschafft. Und er macht auch im Film oder im Fernsehen Karriere. Wie zum Beispiel Klaus Maria Brandauer, Christiane Hörbiger, Ulrich Mühe oder Peter Simonischek.

Gegenüber dem Burgtheater, auf der anderen Seite der Ringstraße, steht das Rathaus. So ein bisschen sieht es aus, wie das Rathaus in Brüssel. Das Rathaus wurde wie viele Gebäude an der Ringstraße auch gegen Ende des 19. Jahrhunderts gebaut. Mit 1.575 Räumen und 2.035 Fenstern.

Rathaus Wien, Österreich

Und gleich gegenüber der Rathausplatz und das Rathaus. Hier wurde grade der Weihnachtsmarkt eröffnet

Der Festsaal im 1. Stock ist 71m lang und 20m breit. Hier könnten gleichzeitig 1.500 Paare Wiener Walzer tanzen, wie die Stadtverwaltung stolz vermerkt. Ist aber leider feuerpolizeilich nicht erlaubt 😅

Auf dem Rathausplatz davor hatte gerade der „Wiener Adventszauber“ (Weihnachtsmarkt) begonnen.

Daher hab‘ ich auch nur den oberen Teil des Rathauses auf das Foto bekommen. Der Rest war von den Buden verdeckt. Aber immerhin gab’s hier Wiener Würstchen zum Lunch. Aber die heißen in Wien „Frankfurter“…

Ankeruhr

Quer durch die Altstadt ging’s dann zurück. Bis zur Ankeruhr.

Ankeruhr Wien, Österreich

11:40 Uhr. Ihre Majestät Kaiserin Maria Theresia und ihr Gatte Kaiser Franz I. geben sich die Ehre

Nein, die hat nichts mit der Donau zu tun. Und auch nicht mit der  Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft. Sondern mit einer Versicherung. Die Versicherungsgesellschaft „Der Anker“ hatte 1911 die Idee, an ihrem neuen Firmensitz eine große öffentliche Uhr anzubringen.

An einer Brücke zwischen zwei Gebäuden. Drei Jahre hat die Realisierung gedauert.

Seitdem zeigt die Uhr 12 Figuren aus der Geschichte Wiens,  jede Stunde eine andere. Um 12 Uhr mittags zeigt sie alle Figuren nacheinander. Eine hübsche Idee, finde ich.

Dinner bei Figlmüller
Figlmüller Wien, Österreich

Mal gucken, ob ich hier noch einen Platz kriege…

Eine ehemalige Kollegin meinte, in Wien müsste ich unbedingt ein Wiener Schnitzel essen. Im besten Schnitzel-Restaurant in Wien.

Das passte wunderbar, denn das Restaurant war gleich in der Nähe der Ankeruhr.

Und von dem Wiener – pardon Frankfurter – Würstchen am Mittag war ich auch nicht satt.

Wiener Schnitzel

Klappt!!

Weil es in Wien nun mal keine Kängurus gab fiel damit auch ein leckeres Kängurusteak aus. Die hatte ich in Australien so gerne gegessen…

Bei Figlmüller war es schon am späteren Nachmittag voll.

Ich denke am Abend bekommt man dort wohl nur einen Platz, wenn man vorher einen Tisch reserviert hat.

Kängurusteaks gab’s leider nicht. Wie schade!

Doch ich hatte Glück und musste nur eine halbe Stunde warten.

Und der Tip der Kollegin war exzellent! Ich habe selten ein besseres Schnitzel gegessen.

Über den Preis in der Wiener Innenstadt will ich an dieser Stelle mal lieber schweigen.

 

Beim Demel nur ein Blick ins Schaufenster
Schaufenster Konditorei Demel Wien

Zum Anschneiden wäre die Torte wäre wohl viel zu schade

Nach dem Schnitzel war ich satt. Und selbst wenn der K.u.K. Hofzuckerbäcker Demel noch aufgehabt hätte: Ich hätte hier heute nichts mehr essen können. So blieb nur ein Blick ins Schaufenster auf dem Rückweg zum Hotel.

1786 gegründet wird die Konditorei bald offizieller Hoflieferant. Kaiser Franz Joseph I. und seine Sissi lassen sich süße Köstlichkeiten in die Hofburg liefern.

Aber der Laden war auch ein Naschkatzen-Palast fürs Bürgertum.

Und das ist bis heute so geblieben. Denn merke: Ein typisches Wiener Café ist das erweiterte Wohnzimmer der Wiener.

Entdeckungen in der Umgebung

Für den nächsten Tag hatte ich noch geplant, einige Highlights außerhalb der City zu besuchen.

Das musste ich aber mit S- und U-Bahn machen.

Eigentlich waren es nur zwei: Das Schloss Schönbrunn und das Riesenrad im Wiener Prater. Schließlich wurden es dann aber drei. Dazu kam nämlich noch ein Besuch auf dem Wiener Zentralfriedhof.

Schloss Schönbrunn
Schloss Schönbrunn Wien, Österreich

Würdest du da auch wohnen wollen?

Mit der U-Bahn ging es am nächsten Morgen also zum Schloss Schönbrunn. Das liegt ca. 7km westlich der Innenstadt und der Hofburg.

Und obwohl ich mich recht früh auf den Weg gemacht hatte, waren die Japaner schon da als ich ankam. Wie ein paar Wochen zuvor in Griechenland bei den Meteora Klöstern

Schloss Schönbrunn Wien, Österreich

Ein wunderschöner Blick von der Gloriette auf Schönbrunn und Wien

Das erste Jagdschloss ließ hier schon 1570 der Erzherzog von Österreich bauen.

100 Jahre später musste dann ein repräsentativer Neubau her.

Am besten noch prächtiger als das Schloss Versailles bei Paris. Doch dazu fehlte das Geld. Also musste es eine Nummer kleiner sein.

Neptun Brunnen Schloss Schönbrunn Wien, Österreich

Im Neptun Brunnen kann man nicht baden. Auch nicht, wenn’s wärmer ist

Mitte des 18. Jahrhunderts bekam es dann seine heutige Form als Sommerresidenz der Kaiserin Maria Theresia.

Und ihrer Nachfolger.

Bis zum Ende des Ersten Weltkriegs war es kultureller und politischer Mittelpunkt der Habsburger Monarchie.

Gloriette Schönbrunn Palace Vienna, Austria

Bis zur Gloriette am anderen Ende des Parks muss man ganz schön lange laufen

Schloss Schönbrunn hat 1.441 Zimmer und Säle, genug zur Repräsentation und Unterkunft der der Kaiserfamilie und des Hofstaates.

Heute ist es zum größten Teil Museum und gibt einen Einblick in damalige Welt der Reichen und Schönen.

Aber wer mag, kann seit 2014 in einem kleinen Teil des Schlosses eine 167m² große Suite mieten und mal selbst wie ein Kaiser wohnen.

Gewächshäuser Schloss Schönbrunn Wien, Österreich

Für den Park brauchten die Kaiser ganz schön große Gewächshäuser

Die Kosten? Nur 1.500 – 2.000 Euro pro Nacht. Das sollte einem dieser Spaß doch wert sein, oder?

Zumal man sich die Kosten ja auch teilen kann. Bis zu vier Personen können für den Preis hier übernachten. Mit Blick auf den Garten.

 

Prater

Von Schönbrunn einmal quer mit der U-Bahn durch Wien und ich war am Prater. Der liegt östlich der Innenstadt an der Donau. Und war früher kaiserliches Jagdgebiet. Erst 1766 wurde er für die Bevölkerung als Erholungsgebiet freigegeben.

Riesenrad im Prater Wien, Österreich

Ich mag ja Riesenräder eigentlich nicht. Aber dies hat geschlossene Kabinen

Auch heute ist der größte Teil noch eine Auen- und Parklandschaft mit vielen Sportanlagen und Liegewiesen. Da bin ich von der U-Bahn Station auf einer Allee einmal quer durchgelaufen.

Bis zur Nordspitze und seinen Vergnügungspark, dem Wurstlprater. Am bekanntesten ist hier das Riesenrad. Auch ein Wahrzeichen von Wien.

Wenn man in Wien vom Prater spricht, meint man meistens nur diesen kleinen Teil des Rummelplatzes. Der Name Prater soll sich übrigens vom lateinischen Wort „pratum“ (italienisch: prato, spanisch: prado) ableiten. Das bedeutet Wiese oder Aue.

Zentralfriedhof

Im Riesenrad auf dem Prater lernte ich eine deutsche Wochenendtouristin kennen. Und die wollte anschließend noch ins Bestattungsmuseum am Wiener Zentralfriedhof. Das fand ich ja auch ganz spannend und so habe ich mich ihr angeschlossen.

Zentralfriedhof Wien, Österreich

Eine friedliche Stimmung an diesem Samstagnachmittag auf dem Zentralfriedhof

Erst mal brauchten wir 40 Minuten mit der U-Bahn dorthin. Und dann war das Museum leider genau an dem Tag geschlossen (Samstags Ruhetag). Also haben wir uns nur mal ein bisschen auf dem Friedhof umgesehen. Aber ohne Lageplan war es schwierig, Gräber bekannter Persönlichkeiten zu finden. Von Beethoven, Udo Jürgens oder Franz Schubert zum Beispiel.

Denn mit rund 330.000 Grabstellen gehört der Wiener Zentralfriedhof zu den größten Friedhöfen in Europa. Aber nach dem Trubel im Prater war auch der Spaziergang durch die Anlage ganz erholsam.

Letzter Tag in der Hauptstadt von Österreich

Zwei Sehenswürdigkeiten hatte ich mir am letzten Tag vorgenommen. Das Schloss Belvedere und das Hundertwasserhaus. Und am Abend noch einen Musicalbesuch.

Schloss Belvedere
Schloss Belvedere Wien, Österreich

Dafür, dass Prinz Eugen mittellos nach Wien kam, hat er sich hier ganz schön was aufgebaut

Erst dachte ich ja, auch dieses Schloss etwas außerhalb der Innenstadt hätten die Habsburger gebaut. Haben sie aber nicht.

Es war die Sommerresidenz des Prinzen Eugen von Savoyen.

Der kam nach Österreich weil er in Frankreich nicht den passenden Job fand. Er sollte eine geistliche Laufbahn einschlagen, wollte aber lieber Karriere beim Militär machen.

Na ja, das hat er dann ja auch. In den Kriegen gegen die Türken.

Im Garten von Schloss Belvedere Wien, Österreich

Und für eine wunderschöne Parkanlage hat es auch noch gereicht

Und wurde für seine Erfolge von den Habsburgern fürstlich entlohnt. Mit Geld und Ländereien. Und noch ein paar zusätzlichen Jobs, zum Beispiel Hofkriegsratspräsident und Diplomat.

So konnte er sich diese prachtvolle barocke Schlossanlage leisten.

Eigentlich besteht die aus zwei Schlössern, dem Oberen und dem Unteren Belvedere.

Auf dem Weg zum Belvedere bin ich hier vorbeigekommen. Soll ich hier freiwillig durchgehen? Oder läßt man mich hier freiwillig durchgehen?

Das Obere Belvedere liegt etwas höher an einem Hügel und diente zur Repräsentation. Im Unteren Belvedere wohnte Prinz Eugen. Dazwischen gibt es einen wunderschönen großen Garten. Mit Teichen, Brunnen und einer Wasserkaskade.

Heute kann man sich in den Schlössern Kunstausstellungen ansehen, vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Zum Beispiel von Egon Schiele, Oskar Kokoschka und Gustav Klimt.

Und wer mag, kann im Belvedere auch heiraten. Standesamtlich und/oder kirchlich.

Hundertwasserhaus
Hunderwasser Haus Wien, Österreich

Schade, dass man das Hunderwasserhaus nicht von innen besichtigen darf. Aber da wohnen halt Menschen

Friedensreich Hundertwasser war ein österreichischer Maler und beschäftigte sich auch mit Architektur.

In Wien konnte er 1985 seine Idee eines terrassenförmigen begrünten Gebäudekomplexes zum ersten Mal verwirklichen.

Heute sind Dachbegrünungen schon fast alltäglich, aber damals war das revolutionär. Und unterdessen sind seine Bäume auf dem Dach zu einem Park herangewachsen.

Auch sonst ist dieses Haus ungewöhnlich: Bunt, ohne gerade Linien, mit unebenen Böden in den Fluren, verspielt und mit Türmen.

Später hat er übrigens noch mehr ungewöhnliche Gebäude entworfen: In Frankfurt am Main, Darmstadt, in der Schweiz und in Japan.

I am from Austria

Abends habe ich noch die österreichische Kultur unterstützt. Mit einer Eintrittskarte ins Raimund-Theater. Hier gab es das Musical „I am from Austria“. Jemand hatte mir empfohlen, da doch unbedingt mal hinzugehen.

Geht mal ins Theater, wenn ihr in Wien seid

Die Lieder sind vom österreichischen Liedermacher, Schauspieler und Moderator Rainhard Fendrich.

Und die Handlung ist schnell erzählt: Junge Österreicherin kommt nach Karriere in Hollywood mit ihrem Manager zum Opernball nach Wien zurück.

Dort merkt sie endlich, wo sie wirklich hingehört…

Das Stück war ziemlich erfolgreich, im Raimund-Theater wurde es bis Juni 2019 über 450 Mal gespielt. Und Ende 2020 lief es auch im deutschen Fernsehen.

Salzburg

Irgendwo in Österreich / Somewhere in Austria

On my way to Salzburg

Am nächsten Morgen bin ich dann im Norden von Österreich knapp 300km nach Salzburg weitergefahren.

Am Nordrand der Alpen entlang.

Bei meiner Abfahrt in Wien schneite es. Und auch unterwegs wechselten sich Schnee und Regen ab.

Aber kurz vor Salzburg wurde das Wetter wieder besser. Perfekt, um am nächsten Tag die Stadt anzusehen.

Drei Merkmale bestimmen das Stadtpanorama von Salzburg: Der Fluss Salzach, die Festung Hohensalzburg und die Berge rings um die Stadt.

Hübsche City
Salzburg, Österreich

Abendstimmung an der Salzach

Die Altstadt liegt direkt an der Salzach.

Hier kann man durch kleine Gassen schlendern oder an attraktiven Plätzen eine Kaffeepause machen.

Ab und zu lohnt sich auch ein Blick nach oben. Auf die vielen Zunftzeichen an den Häusern.

Altstadt Salzburg, Österreich

Durch enge Gassen in der Altstadt

Am bekanntesten sind die Getreidegasse, der Alte Markt und der Domplatz.

Aber beim Stadtbummel sollte man auch mal in die Durchgänge zwischen den Häusern gehen. Auch hier gibt’s viele Entdeckungen zu machen. Oder Geld auszugeben 😅

Und nicht zu übersehen ist das Geburtshaus von W.A. Mozart. Allerdings wird das nach meinem Geschmack etwas zu auffällig beworben.

Mozarts Geburtshaus kann man nicht übersehen

Einklagbar oder irreführende Werbung 😅

Wer mehr Zeit hat, der kann sich dann auch noch mit der Geschichte von vielen anderen Häusern befassen.

Denn durch den Salz- und Goldbergbau war Salzburg früher schon eine ziemlich reiche Stadt gewesen. Und viele Häuser erzählen eigene Geschichten.

Schloss Mirabell und Mirabellgarten

Gegenüber der Altstadt am anderen Ufer der Salzach steht das Schloss Mirabell mit dem wunderschönen Mirabellgarten.

Schloss Mirabell Salzburg, Österreich

Im Winter wirkt der Schlossgarten etwas kahl

Dabei sind die Anfänge des Schlosses eher tragisch. Ein Erzbischof errichtete es für seine heimliche Ehefrau und nannte es Schloss Altenau.

Er schaffte es beim Kaiser auch, die Geliebte und seine 15(!) Kinder als rechtmäßige Erben einzusetzen.

Doch dann wurde er abgesetzt und sein Nachfolger vertrieb die Familie. Und benannte das Schloss in Mirabell um.

Heute soll der Festsaal einer der schönsten Trau-Säle der Welt sein. Dort hat auch schon W. A. Mozart mit seinem Vater und seiner Schwester musiziert.

Der Mirabellgarten lag leider schon im Winterschlaf. Die Brunnen waren abgestellt und Ende November gab es hier auch keine üppige Bepflanzung mit Blumen.

Festung Hohensalzburg
Festung Hohensalzburg Salzburg, Österreich

Hoch über der Stadt: Die Festung Hohensalzburg

Seit fast 1000 Jahren thront sie nun von weither sichtbar hoch über Salzburg. Und ist auch ihr Wahrzeichen.

Mit allen Wehranlagen hat sie über 14.000m² bebaute Fläche und ist damit Europas größte Burganlage.

Dabei war sie nie eine „richtige“ Adelsburg. Sondern immer eine Festung, auf die sich Fürsten und Erzbischöfe bei Gefahr zurückzogen. Sie wurde zwar belagert, aber eingenommen werden konnte sie nie.

Blick von der Festung Hohensalzburg, Salzburg, Österreich

Oben hat man einen 360° Blick über Salzburg und das Land

Nur heute von Touristen. Denn mit über einer Million Besuchern im Jahr ist sie in Österreich die meist besuchte Sehenswürdigkeit außerhalb von Wien.

Und man braucht auch nicht mehr mühsam hinaufzuklettern. Sondern kann seit 1892 von der Altstadt bequem mit einer Standseilbahn hochfahren.

Oben kann man dann die alten Räume und in einem Museum das Hofleben im Mittelalter besichtigen. Oder einfach den grandiosen Ausblick auf Salzburg und die Umgebung genießen.

Dom und DomQuartier
Salzburger Kathedrale

Der Salzburger Dom. Von außen…

Nach dem Besuch auf der Festung wollte ich mir noch die Residenz in der Stadt ansehen.

Dazu muss man wissen, dass bis zum Jahre 1803 die gesamte weltliche und kirchliche Macht in einer Hand lag. Bei einem Fürsterzbischof.

Im DomQuartier kann man seine prunkvollen Wohn- und Residenzräume besichtigen. Von kirchlicher Bescheidenheit keine Spur…

Auch eine „Kunst- und Wunderkammer“ gibt es. Darin haben die Fürsten früher allerlei Raritäten aus Natur und Technik ausgestellt.

Also so etwas, wie später dann Museen. Allerdings wollte man damit bestimmt auch seine Konkurrenten beeindrucken…

Ich merke grade, dass ich gar keine Bilder vom DomQuartier habe. Wahrscheinlich war drinnen zu fotografieren verboten.

Salzburger Kathedrale

…und innen

Und schließlich ist da noch der Dom selbst. Von 1628. Mit Kuppelraum und Deckengemälden. Und sieben verschiedenen Orgeln.

Eine davon wurde bei meinem Besuch wohl gerade gestimmt. Jedenfalls waren die Töne etwas nervig.

Auf jeden Fall lohnt das Domquartier einen Besuch. Besonders, wenn das Wetter gerade mal nicht so gut ist.

Am Nordrand der Alpen durch Österreich

Am Nordrand der Alpen entlang

Nach zwei Tagen in Salzburg ging es am nächsten Tag weiter. Auf kleinen Bundesstraßen am Nordrand der Alpen.

Und so langsam kam ich in die Feriengebiete von Österreich. Ich schätze mal, in den Sommerferien und im Winter dürfte es hier ziemlich voll sein. Aber jetzt war ich der einzige Fremde hier.

Beim Fahren war das vorteilhaft. Denn es war kaum etwas los auf den Straßen. Aber ich wollte in Zell am See übernachten und hatte doch einige Probleme, dort ein offenes Hotel zu finden. Und auch sonst waren fast alle Läden geschlossen und wurden gerade auf die Wintersaison vorbereitet.

Zell am See
Zell am See, Österreich

Ein beliebtes Urlaubsziel im Sommer: Zell am See

Um den See herumzulaufen dazu war es an diesem Nachmittag schon etwas spät.

Ich weiß ja nicht, wie man das in Österreich macht. Aber die Tourismusseite von Zell gibt für den Rundwanderweg für eine Strecke von 12km nur einen Zeitbedarf von einer Stunde und 35 Minuten an.

Google Maps meinte dagegen zwei Stunden und 20 Minuten. Das fand ich durchaus realistischer. Doch dann wäre ich erst in der Dunkelheit zum Hotel zurückgekommen.

Also bin ich nur mal halb um den See gegangen, um ein hübsches Foto zu machen. Und habe mich dann ins einzige offene Café am Nachmittag gesetzt. Zu einem „Großen Braunen“ (Kaffee mit Schlagsahne) und einem Stück Sachertorte 😉

Kaprun

Gleich frühmorgens am nächsten Tag bin ich dann weitergefahren. Erst mal nach Kaprun, gleich in der Nähe. Von der Talstation in 900m Höhe kann man mit einer Seilbahn auf den Berg Kitzsteinhorn und den Gletscher in 3000m Höhe fahren. In ein international bekanntes Skigebiet.

Gedenkstätte Kaprun / Kaprun Memorial

Die Gedenkstätte in Kaprun nahe der damaligen Seilbahnstation

Am 11. November 2000 ereignete sich hier das schlimmste Unglück seit dem Zweiten Weltkrieg in Österreich.

Die Standseilbahn geriet in dem 3km langen Tunnel in Brand und 155 Menschen sind gestorben.

Sie kamen aus Österreich, Deutschland, Japan, den USA, Slowenien, den Niederlanden, Großbritannien und Tschechien. Nur 12 Menschen haben das Unglück überlebt.

Für die Toten wurde hier eine Gedenkstätte errichtet. In der alle 155 Namen und die Geburtsdaten genannt sind.

Die Seilbahn wurde nie wieder in Betrieb genommen sondern durch andere Lifte ersetzt.

Krimmler Wasserfälle

Wasserfall Krimml, Österreich / Waterfalls Krimml, AustriaDankbar dafür, dass mir auf meiner langen Fahrt bis hierher nichts passiert war, ging es für mich dann auf der Bundesstraße weiter Richtung Innsbruck.

Dabei kam ich zunächst an den Krimmler Wasserfällen vorbei.

Das sind die höchsten Wasserfälle in Österreich. Sie liegen im Nationalpark Hohe Tauern. In der Nähe des Dorfes Krimml.

Wasserfall Krimml, Österreich

Weil der Bach nicht so viel Wasser führte konnte ich ziemlich dicht an den Wasserfall dran

Über insgesamt 385m Fallhöhe bahnt sich das Wasser von Gletscherbächen hier einen Weg ins Tal.

Insgesamt gibt es drei Fallstufen. Dabei ist die oberste mit 145m Fallhöhe die größte.

Aber der Hin-und Rückweg dorthin zu Fuß im Gebirge wäre zu lang gewesen. Auch die mittlere Fallstufe war für mich zu weit.

Und so habe ich mir nur den untersten Wasserfall angesehen. Hier trifft das Wasser von insgesamt 17 Gletscherbächen zusammen.

Kristallwelten

Nach den Wasserkristallen der Natur habe ich mir am Nachmittag 80km entfernt im Ort Wattens noch von Menschen bearbeitete Kristalle angesehen.

Entdeckt ihr den Fotografen?

Hier ist der Hauptsitz der weltbekannten Firma Swarovski. Und die hat 1995 dort ein Museum eröffnet. Das heißt, eigentlich ist es gar kein Museum. Sondern eine glitzernde Wunderwelt aus geschliffenem Glas und Edelsteinen.

Darum heißt diese Ausstellung auch Kristallwelten. Eigentlich sehr sehenswert. Aber mit rund 20 Euro Eintritt auch nicht ganz billig. So, wie fast alles von Swarovski 😅

Na ja, im Ausstellungsshop konnte ich aber dann gleich auch schon ein paar Geschenke kaufen. Denn bis Weihnachten waren es noch genau 31 Tage.

Übernachtung in Hall

In dem kleinen Ort Hall kurz vor Innsbruck habe ich dann ein letztes Mal in Österreich übernachtet. Tags darauf sollte es nun tatsächlich weiter nach Deutschland gehen.

In der Nähe von Innsbruck

Doch beim Check-in im Hotel in einem Industriegebiet neben einem Einkaufszentrum machte mich der Mitarbeiter darauf aufmerksam, dass draußen jemand den Landcruiser fotografiert. Ich nahm das erst nicht weiter ernst, denn das war schon öfter vorgekommen.

Aber nach dem Check-in schaute ich dann doch mal raus, um vor allen Dingen auch die Wertsachen aus dem Wagen zu holen. Im Gespräch mit dem „Fotografen“ stellte sich heraus, dass er ein begeisterter Australienfan ist. Und selbst schon mal mit einem geliehenen Landcruiser von Cairns nach Cape York gefahren war.

Er wollte natürlich alles über meinen Roadtrip wissen. Dazu luden seine Frau und er mich erst im Einkaufszentrum auf einen Kaffee ein. Und abends dann zum Dinner zu sich nach Hause in Innsbruck. Eigentlich wollte ich wegen meiner „falschen“ Beleuchtung ja bei Dunkelheit nicht fahren. Doch hier konnte ich einfach nicht Nein sagen.

Mein letzter Stopp in Österreich. Schon ganz dicht vor der deutschen Grenze

Später kam dann noch sein Sohn zu Besuch und wir taten erst mal so, als ob er den Landcruiser gekauft hätte. Der Sohn glaubte das auch und meinte, sein Vater wäre jetzt ja wohl völlig abgedreht. Nun, es wurde ein langer wunderschöner Abend in Österreich.

Am nächsten Morgen, dem 24. November 2018, machte ich mich dann auf den Weg zur deutschen Grenze. Die war von Hall nur 40km entfernt. Und bis zu meinem nächsten Stop in Garmisch-Partenkirchen waren es auch nur 30km mehr.

Video Österreich

Wie üblich an dieser Stelle nun mein Dashcam Video. Von Österreich (4m 15s, 778 MB; Musik: Yellow – Scott Buckley (scottbuckley.com.au) und Winds of Spring – The 126ers (YouTube Audiolibrary).

  • Grenze Österreich – Wien
  • Wien
  • Wien – Salzburg
  • Salzburg
  • Salzburg – Zell am See – Kaprun – Innsbruck
  • Richtung deutsche Grenze

Im nächsten Post erfahrt ihr dann, was ich mir noch in Deutschland angesehen habe. Und wie meine Rückkehr nach Hause war. Da gibt’s dann auch den Link zum YouTube Video Österreich/Deutschland aus 2019.

Cheers, Rüdiger 😎

 

 

Flagge Slowakei

Flagge Slowakei

In diesem Post geht es nicht um ein Land. Sondern nur um eine Stadt. Daher auch die etwas andere Überschrift als sonst.

Denn auf dem Weg von Ungarn nach Österreich habe ich nur 50km ganz im Westen der Slowakei einen Abstecher in die Hauptstadt Bratislava gemacht.

Eigentlich ist das Land ein gebirgiger Binnenstaat. Ohne Zugang zum Meer. Aber für den Osten mit der Hohen Tatra war jetzt Mitte November das Wetter einfach zu schlecht. Und der lag auch nicht direkt an meiner Route.

Mein Abstecher nach Bratislava

Mein Abstecher nach Bratislava

Entsprechend der gefahrenen Strecke wird dies wohl der kürzeste Post von meinem Roadtrip. Damit man aber den Weg durch Europa insgesamt ein bisschen einordnen kann, gibt’s hier auch noch eine Übersichtskarte.

Übrigens liegen Wien und Bratislava so dicht zusammen, wie kaum zwei andere Hauptstädte auf der Welt.

Mit dem Auto sind es 80km, die Luftlinie beträgt nur 55km.

Meine Strecke in Europa

Insgesamt bin ich 6.150km durch Europa gefahren. Davon alleine 2.500km in Griechenland

In der Überschrift kann man noch etwas entdecken. „Hallo“ heißt auf Slowakisch (und Tschechisch) „Ahoj“. Mit „j“ am Ende und nicht mit „i“ wie im Deutschen.

Komisch in einem Staat, der nicht am Meer liegt. Ich wollte das selbst erst nicht glauben. Aber mehreren Quellen im Internet zufolge ist das wirklich so.

Warum das so ist, dazu gibt es verschiedene Vermutungen. Die Nordseezeitung aus Bremerhaven hat sich dazu mal Gedanken gemacht. Aber natürlich funktionieren wie überall auf der Welt auch in Bratislava das englische „Hello“ oder „Hi“ 😅

Bratislava war schön öfter mal Haupstadt

Fast 1000 Jahre gehörte die heutige Slowakei zum Königreich Ungarn. Als die Türken große Teile davon besetzten wurde Bratislava 1536 – 1783 die Hauptstadt Ungarns. Genauso wie 1939 – 1945 während der ersten Slowakischen Republik. Danach war dann Prag Hauptstadt der neu gegründeten Tschechoslowakei.  Aber seit deren Auflösung 1993 ist Bratislava nun wieder Hauptstadt der Slowakei.

Bratislava, Slowakei

Richtung Innenstadt von Bratislava

Seit 2004 gehört das Land zur Europäischen Union, seit 2007 zum Schengen-Raum und seit 2009 zur Eurozone.

Hier konnte ich also wieder in Euro bezahlen und es gab keine Umtauschgebühren mehr. Nur eine SIM-Karte brauchte ich noch, die ich mir gleich nach Ankunft besorgt habe.

Das war ganz schlau von mir, dass ich nachmittags noch mal die vier Kilometer in die Stadt gelaufen bin. Und auch ein paar Fotos gemacht habe. Denn am nächsten Tag hat es in Strömen geregnet und ich konnte nicht aus dem Hotel raus. Bei Regen durch eine fremde Stadt  zu laufen macht einfach keinen Sinn.

Erst mal frühstücken

Den Tag habe ich dann im Hotel benutzt, um ein bisschen für mein nächstes Ziel, Wien, zu planen.

Und um mal zu gucken, was alles an Post angekommen war. Sowohl elektronisch wie auch zu Hause bei meinem Sohn als Brief. Na ja, meistens Rechnungen 😢

Der hat das übrigens ganz clever gemacht und die abfotografiert. Und mir dann per WhatsApp geschickt. So hatte ich gleich alle Infos für die Überweisungen zusammen.

Das Hotel hab‘ ich dann auch gleich noch um eine Nacht verlängert. Denn ich wollte mich ja wenigstens noch einen vollen Tag in Bratislava umsehen.

Die Innenstadt von Bratislava

St. Elisabethkirche Bratislava, Slowakei

Der Turm sieht aus wie eine Hochzeitstorte…

Das hat dann auch geklappt, denn dam folgenden Tag war das Wetter wieder schön.

Als erstes kam ich am Rande der Innenstadt an der blauen Kirche vorbei. Offiziell heißt sie eigentlich Kirche der Heiligen Elisabeth.

Die wurde als Tochter des ungarischen Königs in Bratislava geboren, damals hieß das Pressburg. Später wurde sie dann nach Thüringen verheiratet. Sie engagierte sich für Arme und Kranke und gilt bis heute als Schutzpatronin von Hessen und Thüringen.

Auch im Inneren soll die Kirche ganz in hellblauen Farbtönen gehalten sein. Aber leider war sie abgeschlossen und so kam ich nicht hinein. Auf jeden Fall gilt sie als die schönste Kirche in Bratislava.

Altstadt Bratislava, Slowakei

In der Altstadt von Bratislava

Wenig später war ich dann in der Altstadt von Bratislava. Mit schmalen Gassen, kleinen Geschäften und gemütlichen Cafés.

Am nördlichen Ende der Altstadt steht das Michaelertor, eines der ältesten Gebäude der Stadt. Es ist als einziges Tor von der mittelalterlichen Stadtbefestigung übrig geblieben.

Michaelertor Bratislava, Slowakei

Wer Lust hat kann sich die Altstadt auch vom Turm des Michaelertors ansehen

Seine heutige Form mit dem schicken Zwiebelturm bekam es Mitte des 18. Jahrhunderts. Wer mag kann auch auf den Turm rauf und sich über den Dächern der Altstadt umschauen.

Rechts neben dem Tor ist dann auch gleich noch etwas Besonderes: Das wohl schmalste Haus von Bratislava, nur 1.30m breit.

Altes Rathaus und Primatialpalais
Altes Rathaus in Bratislava, Slowakei

Auf dem Platz vor dem Alten Rathaus wurde gerade der Weihnachtsmarkt aufgebaut

Das Alte Rathaus ist schon seit 1868 kein Rathaus mehr, sondern ein Museum der Stadtgeschichte. Es war nämlich zu klein geworden und so hatte die Stadt im Laufe der Zeit weitere Häuser für die Verwaltung angekauft.

Sie stammen zwar aus verschiedenen Epochen aber sie fügen sich perfekt zu einem Gesamtbild.

Leider konnte ich hier nicht so gut fotografieren, weil auf dem Platz gerade der Weihnachtsmarkt aufgebaut wurde. So war auch der älteste Brunnen der Stadt abdeckt worden.

Aber es gab ja noch mehr zu sehen.

Direkt hinter dem Alten Rathaus befindet sich das Primatialpalais. Den Traum in Rosa ließ sich der ungarische Erzbischof 1781 erbauen. Der Kirchfürst wollte mit seiner Residenz den weltlichen Herrschern wohl nicht nachstehen.

Primatialpalais Bratislava, Slowakei

Der Kirchenfürst hat sich hier ja einen ziemlich großen Palast hinstellen lassen. Passt gar nicht ganz aufs Foto

Die Statuen auf dem Dach stellen die Tugenden dar. Und in der Mitte über dem Eingang thront ein riesiger Kardinalshut. Aber ich finde, den kann man nur mit etwas Phantasie erkennen.

Übrigens fand hier 1805 auch die Unterzeichnung des „Friedens von Pressburg“ statt. Nachdem Österreich und Russland die Schlacht bei Austerlitz gegen Napoleon verloren hatten.

Sich treiben lassen!
Kleine Gasse in Bratislava, Slowakei

Ruhig auch mal durch die kleinen Gassen schlendern…

Die Altstadt von Bratislava ist klein. Sehr klein. So kann man sich auch mal einfach treiben lassen ohne ein bestimmtes Ziel. Und auch mal durch kleine Gassen schlendern, die auf den ersten Blick weniger einladend aussehen.

Doch wenn man dabei die Augen offen hält, dann wird man überall interessante Kleinigkeiten entdecken.

…und dabei die Augen offen halten…

…nach rechts und links und oben und unten

Oder in einem Lokal landen, das nur von Einheimischen besucht wird. Und in dem man sich vorstellt, dass hier jeden Moment der Brave Soldat Schwejk zur Tür hereinkommt.

Denn verloren gehen kann man in der Innenstadt von Bratislava nicht! Spätestens nach ein paar Minuten ist man wieder auf einer größeren Straße oder auf einem belebten Platz.

Martinsdom Bratislava, Slowakei

Jetzt aber schnell. Die Uhr des Martinsdoms zeigt schon eine Minute vor 12

Und steht dann plötzlich vor der Kathedrale des Heiligen Martin. Sie war zwischen 1563 und 1830 Krönungskirche für 11 ungarische Könige und 8 Königinnen. Die bekannteste ist wahrscheinlich Maria Theresia von Österreich.

1835 führte Ludwig van Beethoven hier seine „Missa solemnis“ auf. Und 1884 Franz Liszt seine ungarische Krönungsmesse.

Natürlich sieht der Dom nicht mehr so aus wie im Mittelalter. Seine heutige Form stammt aus dem letzten Umbau Mitte des 19. Jahrhunderts. Aber auf der Spitze des Turms befindet sich immer noch eine vergoldete ungarische Stephanskrone.

Burg Bratislava
Haus zum Guten Hirten Bratislava, Slowakei

Warum heißt das wohl „Haus zum guten Hirten“?

Aber nun wird es endlich Zeit, sich auf den Weg zur Burg zu machen. Dem Wahrzeichen der slowakischen Hauptstadt Bratislava.

Zuerst kam ich erst mal an einem hübschen schmalen Haus vorbei.

Es ist vielleicht das schönste Rokoko Gebäude in Bratislava, gebaut 1765.

Seit fast 50 Jahren ist es nun ein Uhrenmuseum. Mit vielen mobilen Sonnenuhren des 17. und 18. Jahrhunderts.

Burg Bratislava, Slowakei

Ziemlich robust, die Burg Bratislava

Die Burg Bratislava liegt 85m über der Donau auf einem Hügel. Bei Tage wirkt sie ziemlich gewaltig. So, wie es sich für eine richtige Burg gehört. Sie war Residenz der Habsburger in Ungarn. Und hier wurden die Kronjuwelen aufbewahrt.

Nach einem Brand 1811 wurde sie dann erst zwischen 1953 und 1968 wieder originalgetreu aufgebaut.

Burg Bratislava, Slowakei

Aber in der Abensonne…

Burg Bratislava, Slowakei

…wirkt sie gleich viel freundlicher

Das erste Mal war ich aber schon am Abend meines Ankunftstages hier. Und in der Abendsonne sah sie dann plötzlich ganz anders aus. Wie ein Märchenschloss.

Und ein schöner Rundblick von oben
Blick auf die Altstadt von Bratislava

Die neuen Hochhäuser wachsen langsam an die Altstadt heran

Von der Burg hat man einen einmaligen Blick auf die Stadt. Sowohl auf die Altstadt wie auch auf das andere Ufer der Donau.

Richtung Altstadt ist zu sehen, wie sich die Hochhäuser immer näher in die City fressen. Hoffentlich bleibt die erhalten.

 

Neue Brücke Bratislava, Slowakei

Restaurant und Aussichtsplattform UFO von 1972

Auf das andere Ufer führt eine Brücke. Bis 2012 hieß die Novi Most (neue Brücke), seitdem Brücke des Slowakischen Nationalaufstandes von 1944.

Sie verbindet die Altstadt mit dem Neubaugebiet Petržalka, in dem viele Einwohner von Bratislava wohnen.

Das Besondere ist ein UFO-förmiges Restaurant auf dem Brückenpfeiler. Und darüber noch eine Aussichtsplattform.

The Witch Bratislava, Slowakei

Rapunzel, lass‘ dein Haar herunter! Ach nein, du bist ja eine Hexe…

Da bin ich zwar nicht gewesen, aber man hat von dort sicher auch einen tollen Blick auf die Altstadt.

Auf dem Rückweg zur City bin ich noch an dieser hübschen Skulptur vorbeigekommen, The Witch. Na ja, nicht jede witch ist so hübsch wie diese.

 

Noch ein paar Skulpturen
Cumil, Man at work Bratislava, Slowakei

Mach mal Pause – Trink Coca Cola!

Wenn man durch die City bummelt fallen einem immer wieder kleine Kunstwerke auf. Allen voran der „Čumil“, der Gaffer aus dem Gully. Er hat sogar ein eigenes Hinweisschild.

Es hat ziemlich lange gedauert, bis ich den fotografieren konnte, ohne eine Gruppe Japaner mit auf dem Bild zu haben.

Eine Legende besagt, dass ein Wunsch erfüllt wird, wenn man den Kopf des Mannes streichelt. Das ist auch ein Grund dafür, dass der Kopf so blank poliert ist.

Und dann gibt es noch den „Schöne Náci“. Nein, Náci nicht mit „z“ sondern mit „c“!!! Und in Bratislava ist er tatsächlich unter der Namensform „Schöne Náci“ bekannt, ohne -r!!

Ignac Lamar Bratislava, Slowakei

Küss die Hand gnädige Frau

Der hat wirklich gelebt. Denn das ist eine Statue von einem stadtbekannten Original in Bratislava. Er hieß Ignác Lamár (1897 – 1967) und lief stets mit Frack, Zylinder und Lackschuhen in der Altstadt von Bratislava herum. Die Frauen begrüßte er mit „Küss die Hand, gnädige Frau“ und überreichte dazu manchmal noch eine Blume.

Ob einfach nur elegant und freundlich oder etwas durchgeknallt und schizophren – wer will sich heute darüber schon ein Urteil anmaßen…

Es gibt noch mehr solche hübschen Skulpturen in Bratislava. Die eines Paparazzo mit Kamera und die eines napoleonischen Soldaten an einer Bank. Und noch andere. Aber die habe ich leider nicht gefunden.

Auf jeden Fall sind diese kleinen Hingucker etwas ganz Besonderes. Das mir nur in den osteuropäischen Städten aufgefallen ist, aber nie in Westeuropa.

Am Rande der Innenstadt von Bratislava

Wer sich jetzt noch ein paar Kilometer mehr Fußmarsch zutraut, der kann am Rande der Innenstadt noch mehr entdecken.

Palais Grassalkovich Bratislava, Slowakei

Immerhin darf man in den Garten des Präsidentenpalastes

Zum Beispiel das Palais Grassalkovich. Das wurde 1760 für den gleichnamigen Berater von Kaiserin Maria Theresia gebaut. Heute ist es der Amtssitz des Präsidenten der Slowakischen Republik. Und daher darf man leider nicht rein.

Aber der Garten ist zugänglich, wobei ich mir den jetzt Mitte November erspart habe. Obwohl, auch da soll es einige ganz interessante Skulpturen geben.

Slavín Ehrenmal und Friedhof Bratislava, Slovakia

Erinnerung an die Befreiung von Bratislava 1945

Aber auf dem Slavín Ehrenmal war ich noch. Das liegt auf einem Hügel westlich der Altstadt.

Es wurde 1960 zu Ehren der sowjetischen Soldaten erbaut, die bei der Eroberung von Bratislava 1945 gestorben sind.

Neben der Statue eines siegreichen Sowjetsoldaten ist hier auch ein Friedhof mit den Gräbern von fast 7.000 sowjetischen Soldaten.

Außer in der Mongolei habe ich in jedem Land, durch das ich auf meinem Roadtrip gekommen bin, solche Anlagen gesehen. Und das zeigt mir, dass auch heute, 75 Jahre nach Kriegsende, die damaligen Ereignisse in diesen Ländern nicht vergessen sind.

Gebäude des Slowakischen Rundfunks Bratislava, Slowakei

Das Gebäude des Jahrhunderts in der Slowakei: Die umgekehrte Pyramide

Auf dem Rückweg zum Hotel bin ich dann noch an einem ganz modernen Gebäude vorbeigekommen.

Es sieht aus, wie eine auf dem Kopf stehende Pyramide. Und es ist das Haus des Slowakischen Rundfunks.

In Bratislava wird es auch das „Gebäude des Jahrhunderts“ genannt. Von den einen, weil der Bau von 1967 bis 1983 gedauert hat. Von den anderen, weil seine Architektur so einzigartig ist. Und weit über die damalige sozialistische Architektur hinausgeht.

Es ist 80m hoch und eigentlich besteht es wohl aus zwei Pyramiden. Aber die innere mit ihren Sendeanlagen und Tonstudios konnte ich ja nicht sehen. Mittlerweile steht es unter Denkmalschutz.

Meine Videos

Weil ich in der Slowakei ja kaum gefahren bin, ist auch das Dashcam Video nicht so wirklich aufregend. Trotzdem will ich es euch hier nicht vorenthalten (2m 22s, 424 MB; Musik: The Engagement – Silent Partner, YouTube Audiolibrary).

  • Grenze Slowakei
  • Nach Bratislava
  • Zur österreichischen Grenze

Und wie vor ein paar Wochen versprochen dazu noch der Link zu meinem YouTube Video von 2019 für den ersten Teil von Europa. Von der Ankunft in Bulgarien bis zur Slowakei.

Auf jeden Fall kann ich nur empfehlen, mal einen Abstecher nach Bratislava für zwei Tage zu machen, wenn man in Wien ist und noch etwas Zeit hat. Auch diese Stadt lohnt sich!

Wie es dann in Österreich, dem vorletzten Land auf meinem Roadtrip von Australien nach Deutschland, für mich weiterging, das erzähle ich euch in meinem nächsten Post.

Cheers, Rüdiger 😎

 

Szia Magyarország – Hallo Ungarn

Flagge Ungarn

Flagge Ungarn

Von der rumänischen Grenze ging es zunächst über kleine Landstraßen nach Debrecen.

Von dort aus bin ich dann weiter durch einen Teil der herbstlichen Puszta in die Hauptstadt Budapest gefahren.

Und schließlich bis zur slowakischen Grenze im Nordwesten. Insgesamt rund 450 Kilometer durch Ungarn.

Allerdings war ich auch schon zwei Mal in Ungarn. Das erste Mal 1982. Damals hatte ich mich mit Freunden aus Ostberlin am Plattensee getroffen. Und das zweite Mal war ich Ende der 90er Jahre dienstlich für 3 Tage in Budapest.

Nach Debrecen in Ungarn

Meine Route durch Ungarn

450km durch Ungarn. Von der rumänischen zur slowakischen Grenze

Über kleine Landstraßen ging es 40 Kilometer durch den Wald in Ungarns zweitgrößte Stadt.

Ich habe aufgepasst, dass ich hier auf keine größere Straße komme, weil ich noch keine Plakette für die Straßenmaut hatte. Die gab es an dem kleinen Grenzübergang nämlich nicht.

Bis nach Debrecen blieb es auch so nebelig, wie es bereits vor der Grenze geworden war. Als erstes begegnete ich in dieser abgeschiedenen Gegend einem „Google Car“. Mit beeindruckender Technik auf dem Dach, um für Google Maps die Straßen zu filmen. Übrigens kam dieses Auto aus Wiesbaden/Deutschland.

Leider hatte ich keine Möglichkeit, mit dem Fahrer Kontakt aufzunehmen. Sonst hätte ich ihm gesagt, doch vielleicht erst mal in der Mongolei und Kasachstan zu filmen 😅

Auto mit Halloween Bemalung

Auch die Ungarn lieben Halloween

In Debrecen hatte ich ein kleines Hotel gebucht. Vier Kilometer außerhalb des Zentrums, um Parkplatzprobleme zu vermeiden. Es war wohl mehr so eine Unterkunft für Pauschalreisende. Jedenfalls kamen gegen Abend noch zwei Busse aus Österreich an.

Mit einem Fahrer kam ich ins Gespräch und fragte mal nach geeigneten Hotels in Wien später. Wegen der Parkmöglichkeiten für den Landcruiser. Er nannte mir auch zwei, doch leider waren die dann doch ausgebucht.

Gegen Abend machte ich mich noch mal zu Fuß auf den Weg Richtung Stadtmitte. An der Hauptstraße sollte es an den Tankstellen Plaketten für die Straßenmaut geben. Das war auch gar kein Problem und etwas später konnte ich meine Frontscheibe wieder mit einem neuen Sticker bekleben.

Damit standen mir nun alle Straßen in Ungarn offen!

Ungarns zweitgrößte Stadt

Große Reformierte Kirche in Debrecen, Ungarn

Die Große Reformierte Kirche in Debrecen steht mitten in der City

Debrecen ist selbst keine so richtige Touristenstadt. Sondern eher Ausgangspunkt für Touren in die Umgebung. Oder für einen Besuch in einem Heil- und Erlebnisbad. Außerhalb des Innenstadtbereiches gibt es daher auch nicht so viel Sehenswertes.

Am bekanntesten ist die Große Reformierte Kirche von 1823. Denn schon im Mittelalter ließen sich in Debrecen Protestanten und Calvinisten nieder. Ganz im Gegensatz zum restlichen Ungarn. Denn das ist eher katholisch geprägt.

Glocke der Großen Reformierten Kirche in Debrecen

Die Glocke im Turm kann man aus der Nähe anschauen

In der Kirche verkündete der Freiheitskämpfer Lajos Kossuth 1849 die Unabhängigkeit Ungarns von der Habsburger Monarchie. Österreichische und russische Truppen haben die damals aber sehr schnell wieder einkassiert. Doch Ungarn blieb von da an immerhin bis zur vollen Selbständigkeit 1918 zweiter Hauptbestandteil der k.u.k. Doppelmonarchie Österreich-Ungarn.

Die Kirche habe ich mir natürlich angeschaut. Und man konnte sogar auf einen der Türme nach oben. Und dort die Glocken ganz nah betrachten. Von einer Galerie aus hatte man zudem einen guten Blick über die Stadt.

Haus in Debrecen, Ungarn

In der Innenstadt von Debrecen gibt’s noch viele alte Häuser

Neben der Kirche stehen in der Innenstadt noch ein paar andere ganz hübsche Gebäude. Und im Sommer kann man vor den Cafés und Restaurants sicher auch gut draußen sitzen . Doch dafür war es jetzt Anfang November schon zu kalt. Aber wenigstens war das Wetter wieder sonnig geworden.

Neue Währung und neue Uhrzeit

So beschränkte ich mich darauf, etwas Bargeld zu tauschen und wieder mal eine neue SIM-Karte zu kaufen. Ungarische Forint und  Filler lösten nun rumänische Lei und Bani ab. Wobei die Filler keine Rolle spielen. Denn für einen Euro bekam ich damals ca. 320 Forint. Heute sind es wohl schon 360 Forint.

Leider habe ich die Uhrzeit in der Dashcam auf meiner Fahrt nie an die Zeitzone angepasst. Hier war es etwa mittags

Und noch etwas hatte sich in Ungarn geändert. Die Uhrzeit. War ich in Rumänien der deutschen Zeit noch eine Stunde voraus, befand ich mich jetzt in Ungarn wieder in der gleichen Zeitzone.

Neun Zeitzonen hatte ich auf meiner Reise mit dem Landcruiser seit Wladiwostok nun durchquert. Meistens habe ich aber erst abends in der jeweiligen Unterkunft mitbekommen, dass ich die Uhr mal wieder eine Stunde zurückstellen musste.

Und wenn ihr in den Videos genau hinschaut seht ihr, dass die eingeblendete Uhrzeit in den meisten Ländern nicht stimmen kann. Die Zeit in der Dashcam hatte ich nämlich nur einmal beim Start meines Roadtrips eingestellt. Später habe ich die nicht mehr aktualisiert.

Einerseits hatte ich angenommen, dass dies automatisch geht. Immerhin hat die Dashcam ein GPS Modul und errechnet darüber auch die eingeblendete Geschwindigkeit.

Und zum anderen fand ich die Einstellung bereits das erste Mal so fummelig mit den vier kleinen mehrfach belegten Knöpfen an der Dashcam, dass ich es wahrscheinlich auch dann nicht gemacht hätte, wenn ich es gewusst hätte.

Durch die Puszta

Gehöft in der Puszta, Ungarn

Früh am Morgen war es noch nebelig in der ungarischen Puszta

Die 220km nach Budapest wollte ich über kleine Landstraßen durch die Puszta fahren. Durch das bekannteste Naturschutzgebiet von Ungarn bei Hortobagy.

Ich bin in Debrecen dazu schon ziemlich früh gestartet, um später die Touristenströme zu vermeiden. Jetzt, Anfang November hätte ich das jedoch gar nicht zu tun brauchen. Denn es waren auch später am Tag nur wenige Touristen unterwegs.

Die Puszta ist eine weite Tiefebene. Zum ersten Mal auf meiner Reise sah ich in dieser Grassteppe nirgends Berge. Wenn das Wetter klar ist, dann kann man hier bis zum Horizont schauen. Aber anfangs war es so nebelig, dass ich von der Landschaft kaum etwas sehen konnte.

Im Sommer sind viele Tierherden in der Puszta unterwegs. Es gibt hier Pferde, Schafe, Ochsen und Wasserbüffel. Aber jetzt standen die wohl alle schon im warmen Stall.

Auch im touristischen Zentrum von Hortobagy hatte ich kein Glück. Am frühen Morgen war noch kein Café oder Laden geöffnet. Und es wurden auch (noch) keine Busfahrten durch den Nationalpark angeboten.

Neun-Bogen-Brücke und Ziehbrunnen
Neun-Bogen-Brücke in Hortobágy, Ungarn

Toll, die Neun-Bogen-Bücke bei Hortobágy

So stellte ich erst mal den Landcruiser ab und schaute mir die berühmte Neun-Bogen-Brücke in Hortobagy an.

Sie wurde schon 1833 gebaut und war damals Mitteleuropas längste öffentliche Steinbrücke.

Davor gab es hier bereits eine Holzbrücke, über die Tiere aus der Puszta zum Verkauf bis nach Wien oder weiter getrieben wurden.

Alter Ziehbrunnen in der Puszta

Alter Ziehbrunnen in der Puszta

Als ich zum Wagen zurückkam schlief der Ort immer noch. Auch bei der alten Zoll- und Raststätte (Csárda) hatte ich kein Glück. Also fuhr ich weiter bis zu einem der alten Ziehbrunnen.

Früher hat man diese Brunnen zur Viehtränke benutzt, heute haben sie nur noch touristische Bedeutung.

Aber ganz interessant ist, dass sie damals auch als Orientierungsmarken für die Hirten in der weiten Landschaft dienten. Und zur Übermittlung von Nachrichten wurde jeweils ihre Stellung verändert.

In die ungarische Hauptstadt

Schwäne, Kraniche oder Störche?

Am späten Vormittag verschwand der Nebel dann und ich stoppte noch mal an einem der vielen Aussichtspunkte an der Strecke. Das sind Plattformen aus Holz in ein paar Meter Höhe.

Von denen aus kann man im Sommer wohl die Tierherden beobachten. Na ja, an diesem Vormittag kam dann nur eine Gruppe Kraniche(?) vorbei. Denn die Puszta ist auch ein beliebtes Gebiet zur Vogelbeobachtung.

Aber an diesem Tag wurde mir klar, dass mein Roadtrip von nun an für den Rest der Strecke wohl eher ein Städtetrip werden würde. Oder eine Autofahrt durch die Landschaft. Denn für größere Ausflüge in die Natur war jetzt einfach nicht mehr die Jahreszeit. Nur noch sieben Wochen bis Weihnachten.

Auch meine Fahrtage wurden kürzer. Denn ich hatte ja immer noch die „falschen“ Frontscheinwerfer für den Linksverkehr in Australien am Auto. Zum Fahren habe ich am Tage daher immer nur das Standlicht eingeschaltet, um den Gegenverkehr nicht zu blenden. Am Abend hätte das allerdings nicht gereicht.

Eine preiswerte Unterkunft am Rande der Stadt

So sah die Motorhaube des Landcruisers nach 2 Tagen in Budapest aus

Am Nachmittag erreichte ich Budapest, die Hauptstadt von Ungarn. Aber es dauerte noch eine Weile, bis ich die Stadt einmal durchquert hatte und meine Unterkunft erreichte.

Vor dem Hotel gab es zwar vielleicht 15 Parkplätze, aber die waren bei meiner Ankunft alle besetzt. Gegen Abend fuhr dann ein Auto weg und ich konnte den Landcruiser abstellen.

Wegen der Parkplätze hatte ich bewusst ein Hotel 12km außerhalb der Innenstadt gebucht. Das lag zwar an einer Hauptstraße, war dafür aber auch preiswerter. Und es gab dort eine U-Bahn Station in der Nähe für die Fahrt in die Innenstadt.

Bei der Hotelbuchung wusste ich allerdings nicht, dass die Strecke gerade repariert wurde. Und deshalb anstelle der U-Bahn nur ein Bus fuhr. Aber das war mir egal, denn ich hatte ja Zeit.

In Buda wohnen und in Pest leben

Burganlage Budapest, Ungarn

Ganz schön mächtig, die Burganlage in Budapest

Drei Städte wurden 1873 zusammengelegt. Das hügelige Buda auf der Westseite der Donau, das kleine Óbuda etwas nördlich davon und die Stadt Pest am Ostufer der Donau.

Das Ergebnis ist die wunderschöne Stadt Budapest. Buda bedeutet übrigens „Berg“ und Pest bedeutet „flach“.

Die lange Geschichte der Stadt kann ich hier nicht erzählen. Vielleicht nur soviel: Buda war schon immer das Zentrum der Herrscher und Wohnviertel der Reichen und Mächtigen. Pest dagegen war die Stadt der Handwerker, Händler und ärmeren Bevölkerungsteile.

Burgviertel Budapest, Ungarn

Blick auf Burg und Matthiaskirche vom Gellertberg

Das ist auch bis heute so geblieben. In Buda beginnen hinter Altstadt und Burg die Villenviertel.

Und am Rande der quirligen Innenstadt von Pest mit ihren Kaufhäusern, Boulevards und Theatern haben sich Handel und Industrie, Arbeiter und Studenten angesiedelt.

Doch eines ist die ganze Zeit gleich geblieben: Die gesamte Stadt ist der Donau zugewandt, die mit einer sanften Biegung zwischen den beiden Stadtteilen hindurchfließt.

Zuerst mal nach Buda

Schon früh am Morgen war ich dort. Aber so richtig clever war das von mir nicht. Denn besonders am Abend hat man von dort einen tollen Blick über die Donau. Es wäre also besser gewesen, erst am Nachmittag hierher zu kommen. So musste ich den Weg zweimal machen.

Gellert Statue Budapest, Ungarn

Gellert bei der Missionierung der Ungarn

Begonnen habe ich meinen Spaziergang ganz im Süden auf dem Gellertberg. Hier steht ein Denkmal des Bischofs Gellert (Gerhard). Der kam aus Italien und missionierte um das Jahr 1000 in Ungarn. Allerdings soll er dafür in einem Holzfass in die Donau geworfen worden sein…

Aber man hat von hier einen tollen Blick auf den Burgberg etwas weiter nördlich.

Das Burgviertel wurde bereits zweimal zerstört. Einmal von den Türken und einmal am Ende des zweiten Weltkrieges. Und es wurde zweimal wieder aufgebaut. Allein hier kann man sich einen ganzen Tag aufhalten, denn fast jedes Haus hat eine eigene Geschichte zu erzählen.

Matthias Kirche Budapest, Ungarn

In der Matthiaskirche wurden Franz Joseph I. und Elisabeth zum ungarischen Königspaar gekrönt

Doch soviel Zeit hatte ich nicht. Und ich bin auf dem Burgberg nur einmal durch die Gassen und den Hof des Burgpalastes durchgelaufen. Wer mag, kann sich dort übrigens auch noch verschiedene Museen und die ungarische Nationalbibliothek anschauen.

Noch ein Stück weiter nördlich hinter der Burg kam ich schließlich zur Matthiaskirche. Die gibt’s an der Stelle auch schon 1000 Jahre.

Sie wurde immer wieder erweitert, umgebaut und der jeweiligen Zeit angepasst. Und schließlich fand hier 1867 die Krönung von Franz Joseph I. und Elisabeth (Sissi) zum ungarischen Königspaar statt.

Panoramablick über die Donau
Fischerbastei Budapest

Interessante Türme hat die Fischerbastei. Und davor steht ein Denkmal von König Stephan I.

Mein Weg endete dann an der Fischerbastei. Die wurde zwar erst vor gut 100 Jahren auf dem mittelalterlichen Fischmarkt von Buda gebaut.

Zum Gedenken an die Fischergilde, die den Abschnitt der Stadtmauer zu verteidigen hatte.

Die merkwürdigen Türme sollen dabei an die Zelte der Magyaren erinnern.

Aber von hier hat man einen tollen Blick über die Donau und auf das gegenüberliegende Ufer. Das kann man auch auf dem Titelbild gut sehen. Und darum bin ich auch am Abend noch mal hierher gekommen.

Matthiaskirche und Fischerbastei am Abend

Matthiaskirche und Fischerbastei sehen auch am Abend toll aus

Parlamentsgebäude Budapest am Abend

Leider hab‘ ich kein Stativ dabei gehabt

 

Parlament und Kettenbrücke
Parlamentsgebäude Budapest

Aus der Nähe passt das Parlamentsgebäude nicht aufs Foto

Am nächsten Tag habe ich mir dann Pest angesehen.

Zuerst das Parlamentsgebäude. Das steht am Donauufer seit 1904 und ist eines der Wahrzeichen in der Hauptstadt von Ungarn.

Es ist riesig, 268m lang, 123m breit und 96m hoch.

Vorbild beim Bau war der Westminster Palast in London.

Kettenbrücke Budapest, Ungarn

Zwei Löwen bewachen die Kettenbrücke

Ganz in der Nähe des Parlaments quert die Kettenbrücke die Donau.

Kettenbrücke deshalb, weil durch ihre Stützpfeiler eiserne Ketten verlaufen.

Kettenbrücke Budapest, Ungarn

Und auch von oben ist sie ziemlich beeindruckend

Sie ist die älteste und bekannteste Brücke in Budapest.

Beides wird abends beleuchtet und sieht dann von der Fischerbastei wunderschön aus.

 

Monumente und Denkmäler
Denkmal für Imre Nagy Budapest, Ungarn

Imre Nagy wollte als Ministerpräsident von der Sowjetunion mehr Freiheit. Kurz nach meinem Besuch…

Ganz in der Nähe stand bei meinem Besuch noch ein sehr schönes und passendes Denkmal. Von Imre Nagy, dem ungarischen Präsidenten 1956.

Der wollte mehr Freiheit von der Sowjetunion für das Land. Doch er scheiterte mit dieser Forderung und wurde 1958 hingerichtet.

Denkmal für Imre Nagy Budapest, Ungarn

…in Budapest wurde sein Denkmal demontiert. Es passt nicht in Viktor Orbans schöne heile Welt

Das kleine Denkmal zeigt ihn auf einer Brücke stehend mit Blick auf das Parlament.

Im Dezember 2018 wurde das Denkmal dann dort abgebaut und irgendwo am Stadtrand aufgestellt.

Warum? Imre Nagy passt nicht mehr in Viktor Orbáns Ungarn.

Sein Vergehen? Er war Kommunist…

Auch sonst gibt es noch ziemlich viele Denkmäler auf der Pester Seite. Zur Erinnerung an irgendwelche alten Könige und Helden. Mit Pferd und ohne Pferd.

Sowjetisches Ehrenmal am Freiheitsplatz Budapest

Sowjetisches Ehrenmal am Freiheitsplatz

Interessanter sind aber zwei neuere Monumente. Zum einen das Sowjetische Ehrenmal.

Das steht hier zur Erinnerung an die gefallenen russischen Soldaten.

Und eine Statue des amerikanischen Präsidenten Ronald Regan.

Ronald Regan Statue Budapest

Und Ronald Regan läuft gleich drauf zu

Der ist zwar während seiner Amtszeit nie in Budapest gewesen.

Doch man dankt ihm für seine Unterstützung am Ende des Kalten Krieges.

Auffallend ist die Anordnung dieser beiden Denkmäler. Regan blickt und geht in Richtung des Sowjetischen Ehrenmals.

Plätze und Boulevards
Andrássy út Budapest, Ungarn

Hübsche Deko an dem Haus an der Andrássy út

Die wohl bekannteste Prachtstraße von Budapest ist die Andrássy út.

Sie führt fast 2½km schnurgerade von der Innenstadt bis zum Heldenplatz nach Nordosten.

An dem Boulevard stehen viele schöne alte Häuser, aber auch öffentliche Gebäude wie das Opernhaus, das Operettentheater, die Musikakademie und das Liszt-Museum.

Millenniumsdenkmal auf dem Heldenplatz Budapest, Ungarn

Das Millenniumsdenkmal auf dem Heldenplatz

Den Abschluss der Andrássy út bildet der Heldenplatz.

Mit dem Milleniumsdenkmal zur 1000jährigen Landnahme der Magyaren wurde der 1896 eingeweiht. Und er soll an die Helden der ungarischen Geschichte erinnern.

Allerdings wurden 1945 die Skulpturen der Habsburger durch ungarische Freiheitskämpfer ersetzt. Wer jeweils Held sein darf entscheiden dann doch schon noch die jeweiligen Machthaber 😅

Unrecht und Terror
Haus des Terrors Budapest, Ungarn

Das „Haus des Terrors“. Heute ist es ein Museum

Auf dem Rückweg kam ich an einem alten Haus mit einem auffälligen Dach vorbei. Dem „Haus des Terrors.“

Die faschistische Partei Ungarns nutzte es bis 1945 als Gefängnis. Danach der Staatssicherheitsdienst in der Zeit des Stalinismus.

Seit 2002 ist es ein historisches Museum, in dem beide Regime gegenüber gestellt werden. Im Keller kann man auch noch die Zellen der Gefangenen besichtigen.

Ich bin dann noch mal bis zum Donauufer zurückgegangen. Etwa 300m vom Parlament entfernt ist hier ein eher stilles Mahnmal für den Holocaust in Ungarn. An der Stelle wurden Anfang 1945 etwa 3.000 Juden erschossen und in Donau geworfen.

Schuhe am Donauufer

Mahnmal zu Ehren der Juden, die von faschistischen ungarischen Milizionären 1944/45 am Donauufer erschossen wurden

Heute erinnern 60 Paar Schuhe aus Metall auf einer Länge von 40 Metern an das Unrecht. Auf den ersten Blick ist aber nicht zu erkennen, warum diese Schuhe hier stehen.

Sie wirken eher wie einfach übrig geblieben. Zur Entschlüsselung des Mahnmals muss man sich mit der Geschichte beschäftigen.

Mauerreste des Budapester Ghettos 1944/45

Mauerreste des Budapester Ghettos 1944/45

Durch das alte Judenviertel bin ich dann zur Innenstadt zurückgegangen.

Hier konnte aus finanziellen Gründen leider noch nicht so viel renoviert werden.

Und die Mauern des Ghettos von 1944 kann man fast nicht mehr erkennen. Bis heute gibt es keine genaue Kartierung und die Mauerreste verfallen.

Vasarely Museum und Margareteninsel

Vasarely Museum Budapest, UngarnAn meinem letzten Tag in Budapest habe ich mir noch das Vasarely Museum angesehen.

Der Grafiker und Maler Victor Vasarely (1906-1997) wurde in Ungarn geboren und lebte später in Frankreich.

Vasarely Museum Budapest, UngarnVon ihm stammt zum Beispiel das Logo der französischen Automarke Renault. Und auch in seinen Werken hat er viel mit geometrischen Figuren und optischen Effekten gearbeitet.

Zurück zur Innenstadt bin ich am Abend über die Margareteninsel gelaufen. Sie liegt mitten in der Donau und ist Naherholungsgebiet für die Bewohner der Stadt. Mit Parks, Schwimmbädern und Ausflugslokalen. Aber natürlich war jetzt Anfang November alles geschlossen.

Der Sommer ist sicher die beste Zeit für einen Besuch in Budapest. Doch vier Tage sollte man dann schon einplanen. Vielleicht noch mehr, wenn man sich die vielen Museen ansehen möchte.

Von Ungarn in die Slowakei

Take a break

Bis zur ungarischen Grenze sind es von Budapest nur 180 Kilometer. Die bin ich am nächsten Tag auch direkt durchgefahren. Denn etwas Sehenswertes hatte ich für diese Strecke im Internet nicht gefunden.

Kurz vor der Grenze muss man sich dann entscheiden. Entweder man fährt die letzten 14km in Ungarn Richtung slowakischer Grenze. Oder man fährt 7km zur Grenze zwischen Ungarn und Österreich. Etwas Zeit hatte ich ja noch und so bin ich für einen Tag in die Slowakei gefahren.

Grenze Ungarn – Slowakei. Rechts konnte man gleich die Maut für die Slowakei bezahlen

Zwischen Ungarn und der Slowakei waren die Kontrollstellen verwaist. Beide Länder gehören zum Schengen-Raum. Aber direkt an der Grenze konnte ich schon die slowakische Straßenmaut bezahlen.

10 Euro für 10 Tage. Das war die kürzeste Geltungsdauer, die ich bekommen konnte.

Hier gab es keine Plakette für die Windschutzscheibe sondern nur eine Quittung. Die muss man dann bei einer eventuellen Polizeikontrolle vorzeigen.

Dashcam Video Ungarn

Zum Schluss gibt’s hier noch mein Dashcam-Video von Ungarn (2m 37s, 433 MB; Musik: A New Beginning – Bensound, www.bensound.com).

  • Grenze Rumänien – Ungarn
  • Debrecen
  • Puszta
  • Budapest
  • Grenze zur Slowakei

Über die Slowakei berichte ich euch dann in meinem nächsten Post.

Cheers, Rüdiger 😎

 

 

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