Wie kommt man denn auf sowas?!

Our car on the beach of Fraser Island, Australia

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Australien nach Deutschland mit dem Auto – geht das denn überhaupt?

Cairns im Nordosten Australiens und Frankfurt/Main liegen 14.712 km auseinander. Luftlinie. Mit dem Auto dürften es etwas mehr sein, je nach gewählter Route. Ich rechnete mal mit 20.000 km, wenn ich mich südlich halte. Nun, im Nachhinein musste ich auf einer nördlichen Route fahren und es wurden genau 25.547 km. Von Australien nach Deutschland mit dem Auto – ja, das geht!

Unser Toyota Landcruiser am Strand von Fraser Island, Australien

Unser Toyota Landcruiser am Strand von Fraser Island, Australien

„Wie kommt man denn auf sowas?“ war noch eine der freundlicheren Entgegnungen als ich ersten Mitmenschen von dem Plan erzählte. Eine schlichtere lautete einfach „bekloppt“.

Von überall lauernden Gefahren, Problemen an Grenzen und mit Sprachen, schlechten bzw. gar keinen Straßen, fehlenden Tank- und Verpflegungsmöglichkeiten sowie allerlei Tieren – von Insekten bis zu Bären – war da die Rede. Dazu kamen natürlich auch Kommentare über die politische Lage und die Sicherheit in manchen Ländern.  „Geht das denn überhaupt? In Land XY darf man doch gar nicht mit seinem eigenen PKW einreisen. Da wirst du überall mit der Bürokratie zu kämpfen haben“  waren andere Bedenken, die ich zu hören bekam.  Weitere Ratschläge waren „Nimm halt genug Schmiergeld mit, dann klappt das schon“. 😉 Aber hey, um genau diese Herausforderungen geht es ja. Um diese zu meistern ist eine genaue Planung Voraussetzung. Doch davon später mehr.

Die Idee

Toller Job für die Cops auf Fraser

Toller Job für die Cops auf Fraser

Jetzt erstmal zur Idee: Die fällt einem nicht einfach in der Mittagspause ein sondern viele kleine Puzzleteilchen in meinem und dem Leben lieber Mitmenschen führten dazu dass ich mir sagte: „Ja, das mach ich!“ Da ist zuerst mein Sohn, der sich während seines work&travel Aufenthaltes in Australien ein Auto gekauft hat. Er sagte mir, dass er dies auch gerne in Deutschland weiterfahren würde. Auch ich dachte mir nach unserem gemeinsamen ~4.000km Offroadtrip in die Wildnis von Cape York 2017 und einem 9.000 km Roadtrip durch das australische Outback von Queensland und dem Northern Territory 2016, dass es doch viel zu schade ist, das Auto am Ende zu verkaufen.

Dann ist da mein eigenes bevorstehendes Renterdasein. Grauenvoll, nach 40 Jahren im Job von den Kollegen zu hören, wie toll doch Rosenzüchtung oder Briefmarkensammeln sei. Mag ja grundsätzlich sein, nix gegen Briefmarkensammler und Rosenzüchter, ist aber definitiv nichts für mich. 😀 Irgendjemand meinte noch, „dann kannst du endlich Reisen“. Aber Flughäfen und Hotels auf dieser Welt habe ich in meinem Job und auch im Urlaub schon genug gesehen. Nur: Die Länder, über die man auf dem Weg nach Asien drüber fliegt, längst nicht alle. Und nicht intensiv. Und ich habe mich dran erinnert, wie ich als Student 1975 einen LKW (Magirus Kipper) von Göttingen nach Aleppo/Syrien für einen syrischen Studienfreund überführt hatte. 😎 Ich hatte nämlich bei der Bundeswehr einen LKW Führerschein gemacht, und er hatte keinen. Hier ein paar Bilder von damals:

Die Abenteuerlaune kam wieder auf

Unser Landcruiser nach 4 Wochen Cape York. Von Australien nach Deutschland mit dem Auto

Unser Landcruiser nach 4 Wochen Cape York

Kurzum, meine Abenteuerlaune kam wieder auf. Vergangenes und Gegenwärtiges führten zu dieser Idee meiner nächsten Zukunft. Es zieht mich nach all den Jahren im Büro und vielen – leider immer viel zu kurzen Reisen – in die Welt statt in meinen Garten. Langweilige Rentnerkreuzfahrten sind nicht so mein Ding, das ist höchstens was für alte Leute 😉 Ich will die Länder, die ich durchfahre, richtig kennenlernen. Land und Leute, die schönen und weniger schönen Seiten. Mein Abenteuer soll über die Empfehlungen, die in den Reiseführern stehen, hinausgehen. Vorher möchte ich noch ein bisschen mehr übers Fotografieren lernen. Dafür begeistere ich mich schon länger, und so werdet ihr hier noch schönere Bilder bestaunen können.

Allein unterwegs von Australien nach Deutschland mit dem Auto

Übrigens: Diese Tour (8-9 Monate) werde ich alleine machen. Mein Sohn ist in der Ausbildung und ich hatte kurz überlegt jemand anderen mitzunehmen. Aber mit einem Fremden dürfte es bei 24/7 Zusammensein nach spätestens vier Wochen Diskussionen um  Route, Tagesablauf und Übernachtungsgelegenheiten geben. Was natürlich nicht ausschließt, auf der einen oder anderen Etappe mal jemanden mitzunehmen… Ein bisschen mehr über mich könnt ihr übrigens auf der Seite über mich lesen.

An der Ostküste von Cape York

An der Ostküste von Cape York

Dieser Blog ist für euch, um mich auf dieser Reise zu begleiten. Dabei könnt ihr euch aktuelle Informationen zusammenstellen, Reisebeschreibungen lesen, Bilder und Videos betrachten – oder einfach nur ein bisschen träumen …

Und natürlich um Kontakt aufzunehmen und mir zu sagen, worüber ich berichten soll, was ihr lesen wollt und was euch interessiert. Ich freue mich über euer Feedback, über eure Nachrichten, Likes und natürlich über viele Kommentare! Schaut auch bei Instragram und Facebook vorbei.

Cheers, Rüdiger 😎

3 Kommentare zu “Wie kommt man denn auf sowas?!

  1. Pingback: Mein Auto von Australien nach Deutschland - Ruedi-Retyres.com

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