Kia Ora Auckland

Die Flagge von Neuseeland

Flagge von Neuseeland

Der Flug von Tonga nach Auckland mit Air New Zealand war phantastisch. Nicht nur wegen des coolen Designs des Flugzeugs. Sondern auch wegen der Sicherheitsvideos. Während die bei vielen anderen Airlines die Passgiere oft zum Gähnen bringen sind sie bei Air New Zealand so kreativ gestaltet, dass ich mir die fast die gesamten zwei Flugstunden Sicherheitsvideos angeschaut habe. Guckt mal unter YouTube.

Hätte ich über Tonga noch viel mehr schreiben können, ist dies bei Auckland anders. Das liegt aber bestimmt nicht an der Stadt und auch nicht an Neuseeland. Einerseits diente Auckland für mich nur zum Umsteigen, um von Tonga mein nächstes Ziel – Neukaledonien – zu erreichen. Und infolgedessen bin ich dort nur 3 Tage gewesen. Aber viel mehr noch hat mich das Wetter daran gehindert, überhaupt etwas zu unternehmen.

Auckland im Mai

Wandmalerei Auckland

Hier weiß man gleich, in welchem Land man ist

Es war Ende Mai, also etwa so, wie in Europa Ende November. Dementsprechend kühl war es mit 11 Grad auch. Das allein wäre ja noch nicht schlimm gewesen. Weil ich wegen meiner anderen Reiseziele keine warme Kleidung mit hatte, habe ich einfach zwei Sweatshirts übereinander angezogen. Aber zusätzlich hat es noch die gesamten drei Tage fast unablässig geregnet. Und zwar so, dass auch ein Schirm nichts nutzte. Auch wegen des Windes. Infolgedessen musste ich meinen Aufenthalt auf die City beschränken.

Entfernung Auckland - Frankfurt

Vermutlich der entfernteste Punkt von Frankfurt auf meiner Reise

Unter den Vordächern der Geschäfte in der Queenstreet, der Haupteinkaufsmeile, die eigentlich zum Schutz vor der Sonne gedacht sind, blieb man zumindest trocken. Und wenn der Regen mal kurz Pause machte konnte ich die Zeit für ein paar Fotos nutzen. Insofern hatte ich mit meinem Hotel Glück gehabt, denn das lag direkt im Stadtzentrum. So konnte ich die Highlights der Umgebung zu Fuß oder per Bus erreichen.

Aber ein Besuch des Umlands, der Strände, Wasserfälle, Inseln und aller Outdooraktivitäten, die von der Tourismusindustrie so hübsch beworben werden, musste ich streichen.

Waterfront

Auckland Waterfront

Bei Sonne sieht Aucklands Waterfront doch gleich ganz hübsch aus

Während der Central Business District viel enger als in Brisbane bebaut ist, bildet die Waterfront mit ihren Anlegern für die Fähren zu anderen Stadtteilen ein nettes Panorama. Hier kann man sicher auch im Sommer gut draußen sitzen, Kaffee trinken und das bunte Treiben anschauen.

The Lighthouse, Queens Wharf, Auckland

The Lighthouse. Kunstobjekt auf der Queens Wharf

Aber ich hatte Mühe, überhaupt eine sonnige Minute für ein Foto zu erwischen. Mit einem der Boote bin ich von dort abends mal nach Devonport gefahren, weil man von der anderen Seite ein schönes Panorama der City aufnehmen kann. Leider ist daraus aber dann nichts geworden, weil es schon wieder ohne Ende regnete. Blieb also nur ein Fish&Chips Laden in Devonport…

Sky Tower Auckland

Sky Tower Auckland

Sky Tower. Will ich da rauf?…

Neben der Waterfront ist der Sky Tower das zweite Highlight in der Innenstadt. Er wurde 1997 eröffnet und ist mit 328m etwas höher als der Eiffelturm.

Sky Tower Auckland

…Ja klar!

Und bis heute jedenfalls der höchste Turm auf der Südhalbkugel der Erde. Leider war hier die höchste Plattform, die sich im Freien befindet, wegen des Wetters geschlossen. Aber auch durch die Glasfenster in der unteren Besucheretage hat man einen tollen Blick über sie Stadt. Nur die Fotos werden nicht so toll, weil diese Fenster bläulich eingefärbt sind. Trotzdem habe ich mal zwei Schnappschüsse ins Video am Ende dieses Posts (1m 21s) eingestellt.

Sky jump Sky Tower Auckland

Sky jump, © J. Federmann

Sky jump Sky Tower Auckland

Sky jump, © J. Federmann

Und weil die Außenplattform geschlossen war, gab es natürlich auch keine Skyjumps vom Turm, die sonst hier angeboten werden. Schade, hätte ich mir gerne mal angesehen. Die zwei Bilder, die ich dazu trotzdem hier poste, stammen mit freundlicher Genehmigung von Joachim Federmann. Danke Achim!

Aucklands Umgebung

Na ja, Umgebung ist vielleicht etwas übertrieben. Immerhin ist Auckland Neuseelands einzige Millionenstadt. Das führt mitunter auch zu munterer Rivalität zwischen der Stadt und dem Rest des Landes. Wer repräsentiert denn nun eigentlich Neuseeland wirklich? Der „hillbilly“ (Bauerntölpel/Landpomeranze) außerhalb Aucklands? Oder der „Jafa“ (Just Another Fucking Aucklander bzw. Just Another Friendly Aucklander – je nachdem, von wo die Person stammt, die das sagt)… 😉

Jedenfalls dürfte der Großraum Aucklands schon etwas größer sein als der 6km Radius, in dem ich mich bewegt habe. Denn es heißt auch „New Zealand begins beyond the Bombay Hills“. Und diese kleine Hügelkette liegt 50km südlich des Zentrums von Auckland.

Bastion Point
Bastion Point, Auckland

Aucklands Skyline ist (fast) überall zu sehen

Um wenigstens noch etwas aus der City herauszukommen bin ich mit dem Bus zum Bastion Point westlich der City gefahren. Ursprünglich wollte man Teile dieses Landes für ein Villenviertel nutzen. Doch dann wurde es in den 1980er Jahren den Maori zurückgegeben, die man 100 Jahre zuvor enteignet hatte. Auch von hier hat man an schönen Tagen einen tollen Blick auf Teile der Stadt, die benachbarten Inseln und Devonport. Und egal, wo man sich in Aucklands Umgebung befindet, von überall ist der Sky Tower zu sehen.

Mission Bay, Auckland

Mission Bay

Mit einem Umweg durch den direkt am Wasser gelegenen Vorort Mission Bay bin ich die 9km bis zur Innenstadt zurückgelaufen. Nasse Schuhe und ein nasses Sweatshirt inklusive. Aber egal, immer konnte ich ja nicht drinnen bleiben.

Mount Eden

Der andere Ausflug ging zum 5 km südlich des Stadtzentrums gelegenen Mt. Eden. Mitten in einem Vorort Aucklands. Mit 196 Metern ist er die höchste Erhebung in der Stadt und man hat von dort einen tollen Rundumblick.

Blick auf Auckland vom Mt. Eden

Blick auf Auckland vom Mt. Eden

Der Mount Eden ist ein Teil des „Auckland Volcanic Field“ mit mehr als 50 Vulkanen. Der letzte Ausbruch liegt aber schon mehr als 25.000 Jahre zurück und hinterließ einen 50m tiefen Krater, der heute dicht mit Gras bewachsen ist.

Mount Eden, Auckland

Vulkankrater auf dem Mt. Eden

Eigentlich ein idealer Platz, um die Drohne fliegen zu lassen. Doch das ist dort leider verboten, da das Land eine spirituelle Bedeutung für die Maori besitzt. Einer der wenigen Plätze, wo ich tatsächlich auch mal ein Verbotsschild für Drohnen gesehen habe.

Der Abschied von Auckland fiel mir nicht schwer

Zwar belegte Auckland 2018 und 2019 im Städteranking der lebenswertesten Städte der Welt den 3. Platz. Aber nach gefühlten 72 Regenstunden war ich eigentlich ganz froh, dass ich die Stadt am nächsten Tag verlassen konnte.

Und ich freute mich wieder auf Sonne. Die nächste pazifische Insel, Neukaledonien (englisch New Caledonia, französisch Nouvelle-Calédonie) wartete schon.

 

Cheers, Rüdiger 😎

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